"Wiederholungstäter": 15 Jahre, nachdem er erstmals auf den Schultern seiner Kameraden als neuer Schützenkönig thronte, ist Klaus-Ulrich Rüping erneut in dieser Position zu sehen, diesmal als neuer Kaiser der Stadtschützen. Zu den ersten Gratulanten zählte der erste Vorsitzende Clemens Tönnies (vorn li.). - © willi dick
"Wiederholungstäter": 15 Jahre, nachdem er erstmals auf den Schultern seiner Kameraden als neuer Schützenkönig thronte, ist Klaus-Ulrich Rüping erneut in dieser Position zu sehen, diesmal als neuer Kaiser der Stadtschützen. Zu den ersten Gratulanten zählte der erste Vorsitzende Clemens Tönnies (vorn li.). | © willi dick

Rheda-Wiedenbrück Kaiser Klaus-Ulrich Rüping regiert Stadtschützen Rheda

Neue Jungschützenkönig ist Leonie Mühle

Rheda-Wiedenbrück. So nah können Jung und Alt beieinander liegen: Ein halbes Jahrhundert trennt die beiden neuen Majestäten der Rhedaer Stadtschützen, die ihre Erfolge am Samstagnachmittag nahezu zeitgleich feiern konnten. Denn während Leonie Mühle, frisch gebackene Königin der Jungschützen, gerade ihre Trophäe, einen nahezu kompletten Adler, einsammelte, fiel wenige Meter weiter im Schießstand nebenan die Entscheidung bei den Großen. Diesmal jubelten die Schützen nicht nur einem neuen Schützenkönig zu, denn Klaus-Ulrich Rüping grüßt als neuer Kaiser. 15 Jahre, nachdem er die Stadtschützen als König regiert hatte, zeigte der frühere Sportschütze Rüping einmal mehr die größte Treffsicherheit und kürte sich damit zum Kaiser. Erstmals seit Georg Wolf anno 1999 gibt es damit wieder diese ranghöchste Majestät. Mit diesem Erfolg versüßte sich der Schützen-Kaiser womöglich seinen nahen Eintritt ins Rentenalter. Als Lehrer für Sport und Erdkunde unterrichtete er zuletzt in Wadersloh. Zwischendurch war Klaus Rüping 25 Jahre lang in der freien Wirtschaft tätig, bevor er ins Lehramt zurückkehrte. Der 65-jährige gebürtige Iserlohner lebt seit 40 Jahren in Rheda-Wiedenbrück, wo er sich 1985 dem Schützenverein zu Rheda von 1833 anschloss. Als Mitglied der Gruppe "Treff Vier" ging es für ihn steil die Karriereleiter empor, heute bekleidet er den Rang eines Majors. Als früherer Sportschütze und Biathlet gehört der neue Kaiser selbstredend auch der Sportgruppe der Stadtschützen an. Zu seiner Königin wählte der Kaiser seine Lebensgefährtin Iris Espelöer. Die 55-Jährige stammt aus Lüdenscheid, ist aber ebenfalls seit langem hier zu Hause. Iris Espelöer ist als Bilanzbuchhalterin angestellt, hat sich nebenher aber auch mit einem Büroservice selbstständig gemacht und coacht zudem Menschen mit Angststörungen. Zu ihrer Geburtsstadt hält sie als Presbyterin noch immer aktiven Kontakt. Trotz dieser vielfältigen Beanspruchung ist die neue Königin überzeugt, auch ihrer Rolle im neuen Schützenjahr voll gerecht werden zu können. Bleibt dann noch Freizeit, gehört diese der Liebe zur Natur, dem Familienleben und der Kontaktpflege im Freundeskreis. Vier Thronpaare, alle aus der Gruppe "Treff Vier", begleiten die neuen Majestäten durch ihr Regierungsjahr: Friedrich und Conny Henrichsmeier, Wolfgang und Ulrike Hofmann, Burkhard und Gaby Sanner sowie Hans-Joachim und Adelheid Schlottmann. Thronoffizier ist Maike Rüping, Thronadjutant ist Leonard Sanner. Ein letzter Windstoß gab dem stolzen, mit 134 Treffern waidwund geschossenen Adler den Rest, sodass dieser schließlich der völlig verdutzten Leonie Mühle vor die Füße fiel und sie so ausgerechnet an ihrem 14. Geburtstag neue Königin der Jungschützen wurde. Zu ihrem Prinzgemahl wählte die Gesamtschülerin ihren Schulkameraden Janosch Ruhose. 28 Teilnehmer zwischen 14 und 23 Jahren hatten sich zuvor ein spannendes Rennen um die begehrten Insignien des Wappenvogels geliefert. Bereits mit dem vierten Schuss holte sich Moritz Münstermann den Anker, die Krone ging mit Schuss 29 an Vorjahreskönigin Laureen Vetere. Eileen Schmidt (41) freute sich über den Apfel, Yannik Tubes (52) über das Zepter.

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