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Symbolfoto. - © picture alliance/Maurizio Gambarini/dpa
Symbolfoto. | © picture alliance/Maurizio Gambarini/dpa

Kreis Gütersloh Streit um Schlachtungen: Linke beantragt Resolution gegen Tönnies

08.08.2017 | Stand 08.08.2017, 19:55 Uhr

Kreis Gütersloh. Der Gütersloher Kreistag soll eine Resolution gegen die Erhöhung der Schlachtmenge bei Tönnies beschließen. Das hat die Fraktion der Linken beantragt. Die Linke kritisiert, Tönnies schade der Umwelt und fördere die Massentierhaltung. Behandelt wird ihr Antrag in der Sitzung des Kreisausschusses Mitte September. Die Fraktion verweist unter anderem auf den hohen Wasserverbrauch von Tönnies. Schon jetzt verbrauche der Konzern so viel Wasser wie alle Einwohner und Betriebe Rheda-Wiedenbrücks zusammen. Die Anlieger müssten auch mit einer gestiegenen Geruchs- und Lärmbelästigung rechnen. Die Gutachterin des TÜV Nord, die davon spreche, dass die Schlachtmengenerhöhung "keine erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt" haben werde und daher keine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich sei, sei von Tönnies bezahlt. Überdies diene die Kapazitätserweiterung ausschließlich der Erhöhung des Exportanteils und der Steigerung des Profits. "Bereits jetzt exportiert der Konzern mehr als 50 Prozent seiner Produkte", so die Linke. Sie ruft dazu auf, die Petition gegen die Kapazitätserweiterung zu unterzeichnen; bislang hätten das bereits 8.611 Menschen aus dem Kreisgebiet und darüber hinaus getan. Die gleichzeitig laufende Unterschriftensammlung sei bisher von mehr als 800 Menschen in Rheda-Wiedenbrück und dem Kreisgebiet unterzeichnet worden.

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