Übergabe: Frank Scheffer (Fachbereichsleiter für Bauen und Umwelt beim Kreis) nimmt im Kreishaus von den Bündnisteilnehmerinnen Almuth Wessel (Mitte) und Camila Cirlini die Unterschriften von Gegnern der Tönnies-Erweiterung entgegen. - © Matthias Gans
Übergabe: Frank Scheffer (Fachbereichsleiter für Bauen und Umwelt beim Kreis) nimmt im Kreishaus von den Bündnisteilnehmerinnen Almuth Wessel (Mitte) und Camila Cirlini die Unterschriften von Gegnern der Tönnies-Erweiterung entgegen. | © Matthias Gans

Rheda-Wiedenbrück Kritiker sammeln mehr als 7.700 Unterschriften gegen Tönnies-Erweiterung

Gegner des Ausbaus des Rheda-Wiedenbrücker Schlachtunternehmens übergeben der Kreisverwaltung eine Einwendung mit mehr als 7.700 Unterschriften

Kreis Gütersloh. Genau 7.748 Unterschriften gegen die Erweiterung des Rheda-Wiedenbrücker Schlachtunternehmens Tönnies hat ein Bündnis von Kritikern im Gütersloher Kreishaus übergeben. Darin wird die Kreisverwaltung aufgefordert, die Genehmigung für die von Tönnies beantragten Maßnahmen nicht zu erteilen. Das Unternehmen will, die Kapazität von 26.000 Schweineschlachtungen pro Tag auf 30.400 Schlachtungen erweitern. Mit den Unterschriften stützt das „Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung", das sich aus rund 20 Personen zusammensetzt (Einzelbürger, Parteien, Vereine, Umwelt- und Naturschutzverbände), eine Einwendung, die die Gründe erläutert. Im Falle einer Genehmigung erwarten die Erweiterungsgegner „erhebliche Beeinträchtigungen für die Allgemeinheit, verschiedene Schutzgüter, die Umwelt und Natur, Tiere und Menschen". Kritisiert wird unter anderem die zunehmende Verkehrsbelastung, der erhöhte Wasserverbrauch und die Belastung der Abwässer durch resistente Keime und Antibiotika. Außerdem hat das Bündnis gestern einen offenen Brief an Clemens Tönnies persönlich geschickt, in dem an dessen „Verantwortungsgefühl und unternehmerische Weitsicht" appelliert und um die Rückziehung des Antrags gebeten wird. Gleichzeitig wird Tönnies in dem Schreiben unterstellt, dass „Ihre Juristen schon alle Spitzfindigkeiten gefunden (haben), um Ihren Antrag allen Einwendungen zum Trotz durchzuboxen". Frank Scheffer, Leiter des Fachbereichs Bauen, Wohnen Immissionen beim Kreis, nahm Unterschriften und Einwendung von Camila Cirlini entgegen, die das Bündnis der Gegner vor einem Monat mitgegründet hatte. „Wir werden nach sachrelevanten Kriterien prüfen", so Scheffer. „Wenn wir rechtliche Probleme erkennen, werden wir die Erweiterung nicht genehmigen." Mit Tönnies seien bereits erste Gespräche geführt worden, was die Anforderungen angehe. Zehn bis zwölf Behörden seien in das Genehmigungsverfahren eingebunden. Mittlerweile habe der Kreis rund 50 Einwendungen erhalten, wie Alfred Bußwinkel, Leiter der Abteilung Bauordnung beim Kreis, mitteilte. Das Ende der Einwendungsfrist ist nun der 4. September. Zudem gibt es am Mittwoch, 12. Juli, ab 10 Uhr einen Erörterungstermin im Rathaus Rheda. Die Online-Petition läuft ebenfalls weiter unter der Adresse ?www.change.org

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