Symbolbild. - © picture alliance / dpa
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Rheda-Wiedenbrück 30.000 Schweine täglich: Bündnis protestiert gegen mehr Schlachtungen bei Tönnies

Aktion vor dem Rathaus Rheda

Rheda-Wiedenbrück. Das überparteiliche "Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung", das sich im Kreis Gütersloh gegen die geplante Erhöhung der Schlachtkapazität von 26.000 auf täglich 30.000 Tiere in Rheda-Wiedenbrück wendet, veranstaltet am Samstag, 17. Juni, von 10 bis 13 Uhr eine Protestaktion vor dem Rathaus Rheda - mit Theaterstück, Plakaten und Reden. Die Demonstranten wenden sich nicht grundsätzlich gegen Fleischesser, sondern beleuchten die geplante Erhöhung der Schlachtkapazität unter verschiedenen Aspekten, so Sonja von Zons, Sprecherin des Bündnisses aus Parteien, Umwelt- und Tierschutzverbänden. Sie monieren, dass die beantragte Kapazitätserweiterung ausschließlich der Erhöhung des Exportanteils diene, da der Fleischkonsum in Deutschland seit Jahren rückläufig sei. Kritisiert wird die mit der geplanten Kapazitätserweiterung verbundene Erhöhung des Verbrauchs an Trinkwasser sowie ein Plus an Geruchs- und Lärmbelästigung. Für das Protestbündnis sind auch Massentierhaltung und industrielle Fleischproduktion ethisch nicht vertretbar. Und da der Konzern plane, die Produktivität zu steigern, bringe die Erweiterung auch keine neuen Arbeitsplätze. Das Bündnis wird seine Haltung auch bei einer Infoveranstaltung am Mittwoch, 21. Juni, um 20 Uhr in der Gaststätte Emsaue, Hauptstraße 92, darstellen. Zu den Protesten gehört zudem eine Online-Petition, die an den Kreis Gütersloh, der über die Kapazitätserweiterung entscheiden wird, und den Bürgermeister von Rheda-Wiedenbrück versendet wird. Bis Freitagnachmittag hatten diese Petition fast 4.600 Bürger unterzeichnet. www.change.org

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