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Gut aufgestellt: Das Hauptdarstellerteam mit Klaus (v. l.) und Betty Wulfheide, Rob Vriens, Nicole Schneider, Burkhard Schlüter, Jenny Effertz, Sebastian Elmers, Andreas Hahn und Regisseur Benjamin Lenert. - © Waltraud Leskovsek
Gut aufgestellt: Das Hauptdarstellerteam mit Klaus (v. l.) und Betty Wulfheide, Rob Vriens, Nicole Schneider, Burkhard Schlüter, Jenny Effertz, Sebastian Elmers, Andreas Hahn und Regisseur Benjamin Lenert. | © Waltraud Leskovsek

Rheda-Wiedenbrück Neues Stück der Musicalfabrik kommt erst in einem Jahr

Schon jetzt gibt es Karten für das Stück "Die Päpstin"

Waltraud Leskovsek
26.11.2016 | Stand 25.11.2016, 19:27 Uhr

Rheda-Wiedenbrück. In ziemlich genau einem Jahr kann sich Rheda-Wiedenbrück wieder auf einen musikalischen Höchstgenuss freuen. Dann wird das neue Stück der Musicalfabrik "Die Päpstin" auf die Bühne des Reethus gebracht. Bereits jetzt laufen die ersten Proben. Und nach einem Casting stehen nun die Hauptdarsteller fest. In die Rolle der Johanna schlüpfen Jenny Effertz und Nicole Schneider. Die beiden haben wahrhaftig keine leichte Aufgabe, weil sie in einer Männerwelt nicht zeigen dürfen, dass sie Frauen sind. Die Rolle des Gerold als Liebhaber von Johanna verkörpern Sebastian Elmers und Rob Vriens. Aeskulapius, ein reisender Gelehrter, wird von Andreas Hahn und Burkhard Schlüter gespielt. Insgesamt werden wieder 130 kleine und große Darsteller, Musiker und Bühnenbauer dafür sorgen, dass die Menschen im Zuschauerraum hin und weg sind. Die Qualität der Musicals konnte in den letzten Jahren zunehmend gesteigert werden, so dass große Bühnen neidvoll nach Rheda-Wiedenbrück schauen können über so viel Professionalität. Die Aufführungen finden vom 16. bis zum 19. November 2017 im Reethus statt. Der Vorverkauf hat gerade begonnen. Karten gibt es ausschließlich bei der Flora Westfalica am Rathausplatz 8-10, Tel. (0 52 42) 9 30 10. Zur Geschichte: Man schreibt das Jahr 814 nach Christus. In Ingelheim kommt als Tochter des Dorfpfarrers und einer sächsischen Heidin ein Mädchen zur Welt: Johanna. Mit außerordentlicher Schlauheit und Intelligenz gelingt es ihr, gegen den Willen des Vaters, heimlich lesen und schreiben zu lernen. Die Tyrannei des Vaters veranlasst sie dazu, zusammen mit ihrem Bruder Johannes zu fliehen. Aeskulapius, ein reisender Gelehrter verhilft ihnen schließlich zu einem Platz an der Klosterschule zu Dorstadt. Johanna wächst dort zur jungen Frau heran. Als einzige weibliche Schülerin der Klosterschule ist sie wachsenden Anfeindungen von allen Seiten ausgesetzt. Niemand darf wissen, wer Johanna wirklich ist Bei einem grausamen Überfall einer brutalen Horde von Normannen auf Dorstadt überlebt Johanna wie durch ein Wunder als Einzige das Massaker. In ihrer Verzweiflung trifft sie eine einsame Entscheidung: Sie legt ihre Frauenkleider ab, schneidet sich das Haar und gibt sich fortan als Mann aus. Unter dem Namen Johannes Anglicus tritt Johanna ins Kloster Fulda ein. Doch auch hier findet sie keine Ruhe; ein jahrelanges Versteckspiel macht sie zur Gejagten. Ihre Maske wird beinahe von ihrem Vater enttarnt. Im letzten Moment erliegt dieser jedoch einem Herzanfall, so dass Johanna fliehen kann. Ihr Weg führt sie nach Rom. Das Zentrum der Macht wird von Feinden bedroht. Hinterhältige Gegner spinnen am Hofe des Papstes ihre Intrigen, um auf den Papstthron zu gelangen. Johanna geht ihren Weg und macht sich als Heilerin einen Namen. Als der Papst schwer erkrankt, wird sie herbeigeholt, um zu helfen. Schnell erlangt sie sein Vertrauen und steigt auf zu seinem engen Berater. Als ihr plötzlich und unerwartet der einzige Mann, den sie jemals geliebt hat, in Rom begegnet, gerät ihr Weg ins Wanken. Noch weiß sie nicht, dass der Papst bald sterben wird und dass das römische Volk sie, Johanna, zu seinem Nachfolger wählen wird. Das Versteckspiel nimmt kein Ende; Johanna muss ihr Geheimnis wahren. Denn niemand darf wissen, wer sie wirklich ist.

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