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Mit der handgeschriebenen Urkunde zur Grundsteinlegung: Vor dem Schnitkerhaus haben sich um die Schatulle Pfarrer Rainer Moritz (v. l.), Pfarrer Jürgen Mackenbrock, Presbyteriumsvorsitzender Martin Wachter, Superintendent Frank Schneider, stellvertretender Bürgermeister Norbert Flaskamp, Pfarrer Thomas Hengstebeck, Baukirchmeister Ralf Manche, Architekt Hans-Joachim Prüßner und Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg versammelt. - © Marion Pokorra-Brockschmidt
Mit der handgeschriebenen Urkunde zur Grundsteinlegung: Vor dem Schnitkerhaus haben sich um die Schatulle Pfarrer Rainer Moritz (v. l.), Pfarrer Jürgen Mackenbrock, Presbyteriumsvorsitzender Martin Wachter, Superintendent Frank Schneider, stellvertretender Bürgermeister Norbert Flaskamp, Pfarrer Thomas Hengstebeck, Baukirchmeister Ralf Manche, Architekt Hans-Joachim Prüßner und Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg versammelt. | © Marion Pokorra-Brockschmidt

Rheda-Wiedenbrück Grundsteinlegung für das neue Gemeindehaus der Versöhnungs-Kirchengemeinde

Eine Schatulle wird in das neue Gemeindezentrum eingemauert. Darin befindet sich auch ein ganz alltägliches Utensil

Marion Pokorra-Brockschmidt
26.08.2016 | Stand 26.08.2016, 20:36 Uhr

Rheda-Wiedenbrück. Eine alte Schatulle bewahrt Baukirchmeister Ralf Manche derzeit zu Hause auf: die aus dem 1952 gelegten Grundstein für die Kreuzkirche in Wiedenbrück. Reingeschaut hat er nicht. „Der Inhalt ist ja in den Unterlagen verbrieft." Eine neue Schatulle hat er Freitag gefüllt, für den Grundstein des neuen Gemeindezentrums der evangelischen Versöhnungs-Kirchengemeinde in Rheda.
Dieser Brauch soll Glück bringen, so Pfarrer Rainer Moritz. „Für uns geht es aber eher darum, dass Gottes Segen den Bau begleitet und alles, was später in dem Haus geschieht." Der Grundstein des Neubaus an der Berliner Straße, der das zu renovierende Schnitkerhaus einbezieht, „ist für die neue Mitte des Gemeindelebens in Rheda und darüber hinaus", sagte der Geistliche. Das Gemeindehaus an der Ringstraße sei auch viel zu weit weg von der Stadtkirche gewesen, bestätigte Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg, Patron der Kirche.
Ein großes Projekt beginne mit einem kleinen Stein, meinte Norbert Flaskamp. Der stellvertretende Bürgermeister sieht in dem Grundstein die Basis „für ein pulsierendes Gemeindeleben mitten in der Stadt". Und nicht nur das: Der Neubau werte das Zentrum Rhedas auch städtebaulich auf.
Dass kirchliche Gebäude nie Selbstzweck seien, sondern der Gemeinschaft dienten und dem Lob Gottes, betonte Pfarrer Frank Schneider, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Gütersloh. Und er nannte die Verantwortlichen in der Versöhnungs-Kirchengemeinde mutig. Sie habe gleich zwei Baustellen, um „den Gebäudebestand zu konzentrieren, auf den neuesten Stand zu bringen und sich im Zentrum von Rheda neu zu positionieren". Und weil Mut belohnt werden müsse, unterstütze der Kirchenkreis beide Bauvorhaben: den Umbau der Kreuzkirche mit 50.000 Euro und das neue Gemeindezentrum mit 125.000 Euro. „Gut investiertes Geld, wie ich meine", so Schneider.
Gute Wünsche und einen Obolus überbrachte Pfarrer Thomas Hengstebeck, Gemeinde St. Clemens – „auch wenn das viel weniger ist als das, was der Kirchenkreis da raushaut", sagte er launig. Moritz freute sich und informierte die Festgesellschaft, dass der Baukirchmeister 100 Seiten zu den Neubauten geschrieben habe, um die Zuschüsse des Kirchenkreises zu bekommen. Fertig sein soll das Gemeindezentrum Ende Juni 2017, so Architekt Hans-Joachim Prüßner.
Es birgt dann die kupferne Schatulle, die unter anderem mit Euromünzen, aktuellen Bauplänen, Tageszeitungen, Gemeindesatzung und dem neuesten Gemeindebrief gefüllt ist. Enthalten sind auch eine Nadel mit dem Logo der Kirche und ein Einkaufschip. Der wird verkauft; der Erlös ist für das neue Gemeindezentrum – und das ist den Mitgliedern eine Herzenssache.

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