Rheda-Wiedenbrück Robert Tönnies tauscht im Familien-Machtkampf seine Anwälte aus

Neffe von Firmenchef Clemens Tönnies setzt jetzt auf drei Kanzleien

Martin Krause

Rheda-Wiedenbrück. Robert Tönnies trennt sich im seit Jahren tobenden Machtkampf mit seinem Onkel Clemens Tönnies von seinem Rechtsanwalt Mark Binz. Der Stuttgarter hatte 2014 für den Sohn des Schlachtkonzern-Gründers Bernd Tönnies einen Sieg im Streit um das von Clemens Tönnies beanspruchte Doppelstimmrecht errungen. Das Urteil des Landgerichts Bielefeld zugunsten von Robert Tönnies hatte später auch vor dem Oberlandesgericht Hamm Bestand. Doch dann mussten Binz und seine Partner in einigen der fast unübersehbar vielen Rechtsstreitigkeiten auch Niederlagen einstecken. In Roberts zentralem Kampf um den Widerruf der Schenkung eines 5-prozentigen Firmenanteils an seinen Onkel zeigte sich wenig Aussicht auf Erfolg. Clemens Tönnies macht zudem seit Monaten Stimmung gegen Binz. Die Ablehnung des Stuttgarter begründete er unter anderem mit den Klagen gegen Geschäftsführer Josef Tillmann. Für die im März vom Bielefelder Landgericht angeschobenen Einigungsgespräche unter Leitung eines Mediators hatte Robert Tönnies bereits die Kanzlei Taylor-Wessing (Düsseldorf) beauftragt. Für die prozessuale Vertretung setzt er nun auf die weltweit tätige US-Kanzlei Latham & Watkins. In gesellschaftsrechtlichen Angelegenheiten lässt Robert Tönnies sich künftig von der Düsseldorfer Kanzlei Rellermeyer + Partner vertreten. Zum Stand der Einigungsgespräche gibt es wenig Neues. Ein Mediator sei noch nicht bestimmt worden, hieß es.

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