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Vor dem Tönnies-Werksverkauf: Hier hatten sich die Demonstranten zu ihrer Mahnwache versammelt. - © Andreas Eickhoff
Vor dem Tönnies-Werksverkauf: Hier hatten sich die Demonstranten zu ihrer Mahnwache versammelt. | © Andreas Eickhoff

Rheda-Wiedenbrück 200 Tierschützer demonstrieren vor der Großschlachterei Tönnies

"Sie wurden geboren, um zu sterben"

Andreas Eickhoff
26.10.2015 | Stand 26.10.2015, 13:15 Uhr

Rheda-Wiedenbrück. Rund 200 Tierschützer haben sich am Samstag vor dem Tönnies-Werk an der Gütersloher Straße versammelt, um auf das nach ihrer Ansicht "grauenhafte Verbrechen an der Tierwelt" aufmerksam zu machen. Auf Plakaten forderten sie "Respekt vor dem Leben". "Die ausufernde Grausamkeit, die Millionen von fühlenden Lebewesen täglich angetan wird, ist nicht hinnehmbar", sagte Organisatorin Adrienne Kneis in einer Rede vor den Demonstranten. "Unser Ziel ist es, das öffentliche Bewusstsein für die Rechte der Tiere friedlich in der Gesellschaft zu stärken, diese über die Konsequenzen des Konsums von Tierprodukten zu informieren und Alternativen aufzuzeigen", so Kneis. Neben Aktionen vor Schlachthöfen, führten die Tierschützer daher auch regelmäßig Infostände durch und betrieben kontinuierlich Aufklärungsarbeit, erläuterte sie weiter. Die Demonstranten, die aus allen Regionen Deutschlands angereist waren, hielten entlang des Radweges im Bereich der Zufahrt zum Werksverkauf eine friedliche Mahnwache ab. "Die wenigsten von uns haben Massentierhaltungsbetriebe oder Schlachthäuser von innen gesehen, die Schreie der Tiere gehört, ihre Verzweiflung wahrgenommen und ihren Überlebenskampf miterlebt", sagte die Tierschützerin in ihrer Rede weiter und ergänzte: "Diese Tiere hatten niemals einen Namen, niemals eine Chance. Sie wurden geboren, um zu sterben." Im Frühjahr 2016 wollen sich die Tierschützer erneut vor dem Fleischwerk zu einer weiteren Demonstration treffen.

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