Rheda-Wiedenbrück Der Trimm-dich-Pfad im Wiedenbrücker Stadtholz soll fit gemacht werden

Im Haushalt stehen 65.000 Euro bereit

Marion Pokorra-Brockschmidt

Rheda-Wiedenbrück. Seit 1973 halten sich viele Bürger auf dem Trimm-dich-Pfad im Stadtholz fit. Doch sind die 20 Geräte am drei Kilometer langen Parcours in die Jahre gekommen und müssen ersetzt werden. Im Haushalt stehen dafür 65.000 Euro bereit. Die aber sollen, so der Wunsch von CDU-Fraktionsvorsitzendem Uwe Henkenjohann, „mit Augenmaß ausgegeben werden“. Er forderte im Bauausschuss, „nur das zwingend Notwendige zu tun“ und empfahl zudem, für Jogger Markierungen entlang des Weges anzubringen, „um zu sehen, was man geschafft hat“. Wie Tiefbauamtsleiter Michael Duhme informierte, wird die Streckenführung beibehalten. Die Geräte sollen ersetzt beziehungsweise modernisiert werden. Alle Stationen sollen mit Holzhäckseln ausgestattet werden. Klassische Fitnessstationen wie Reck, Hürden, Hangelleiter und Klimmzugstange sollen um eine Sprossenwand und Barren ergänzt werden – in ansprechendem Design und gefertigt in haltbarem Stahl. Da die Anzahl der Geräte begrenzt sei, sollen Sportler an einigen Stationen zu Übungen ohne Hilfsmittel angeleitet werden. Zwar hatte die Verwaltung mitgeteilt, dass der Trimm-dich-Pfad bis heute „sehr beliebt“ sei und es nur wenige Projekte in der Stadt gebe, die unter Berücksichtigung „der geringen Kosten von etwa 5.000 DM zuzüglich 620 Arbeitsstunden für Herstellung und Montage über einen so langen Zeitraum so erfolgreich waren“. Dennoch fragte Martina Mester-Grunewald, SPD, ob der Parcours überhaupt noch genutzt werde. Vielleicht könne die Stadt darauf verzichten, ihn neu aufzubauen. Dem widersprach Ralf Harz, CDU. Als Dauerläufer oft im Stadtholz unterwegs, sagte er, dass „das, was da noch intakt ist, sehr, sehr gut genutzt wird“. Für Dirk Kamin, UWG, ist der Trimm-dich-Pfad ein „klassisches Objekt für Sponsoring – dafür müssen wir doch keine Steuergelder ausgeben“. Geplant waren die Arbeiten für den Sommer, so Duhme. „Wir wollen jetzt Angebote einholen.“ Doch dieser Zeitplan dürfte sich noch einmal verändern. Denn wie Henkenjohann sagte, sollen in der nächsten Sitzung des Bauausschusses nach der Sommerpause die einzelnen Stationen des Trimm-dich-Pfades noch einmal vorgestellt werden. Erst dann soll über die Investition beschlossen werden. Diesem Antrag folgten die Bürgervertreter mehrheitlich.

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