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Nicola und Ilja Tubes suchen sich so genannte Slotcars aus. Die kleinen Flitzer werden auf der 32 Meter langen Bahn durch einen Schlitz geführt und über zwei Stromleiter rechts und links davon mit Energie versorgt. - © FOTO: PRIVAT
Nicola und Ilja Tubes suchen sich so genannte Slotcars aus. Die kleinen Flitzer werden auf der 32 Meter langen Bahn durch einen Schlitz geführt und über zwei Stromleiter rechts und links davon mit Energie versorgt. | © FOTO: PRIVAT

Rheda-Wiedenbrück Wie früher auf der Piste

Carrera-Freunde laden zum großen Publikumsrennen mit kleinen Autos ein

25.10.2014 | Stand 23.10.2014, 21:27 Uhr

Rheda-Wiedenbrück (nw / pok). Viele kennen sie aus Kindertagen: eine Carrerabahn. Es gab spannende Rennen im Kinderzimmer. Oft wurden mit den Schienen von Freunden die eigenen Bahnen zu großen Rennstrecken. Mitte der 1970er Jahre flaute der große Boom mit den kleinen Rennbahnen ab. Zwei aber sind Fans geblieben: Ilja und Nicola Tubes. Sie feiern mit ihrem Club am Samstag, 1. November, Zehnjähriges – mit einer Rennveranstaltung.

Heute sind die Kinder von einst selbst Väter und mancher legt sich wieder eine Carrerabahn zu. Im Fachjargon heißen sie Slotbahn, die dazugehörigen Autos Slotcars. Das englische Wort Slot, zu Deutsch Schlitz, verdeutlicht die Charakteristik der Rennbahnen. Neben dem allgemein bekannten Hersteller Carrera gibt es viele weitere Produzenten wie Scalextric, Ninco und SCX. Ihre Gemeinsamkeit: Die Autos werden durch einen Schlitz geführt, mit Energie über zwei Stromleiter rechts und links davon versorgt. "Der Vorteil dieses Systems ist, dass jedes Fahrzeug auf jeder Bahn gefahren werden kann", erklärt Ilja Tubes. So gebe es heute Firmen, die ausschließlich Autos produzieren.

Im Juni 2003 traf sich das Paar aus Rheda-Wiedenbrück mit anderen Enthusiasten, um eine Halle anzumieten und darin eine große Bahnanlage aufzubauen. Sie sollte Rennen mit bis zu sechs Personen gleichzeitig ermöglichen. Im Bad Rothenfelder Ortsteil Aschendorf wurden sie fündig, im März 2004 öffnete das Renncenter der "Slot Racing Interessen Gemeinschaft Teutoburger Wald" (SRIG-Teuto). Seither gab es zahlreiche Rennveranstaltungen mit Teilnehmern aus dem In- und Ausland.

Die Autos, die auf die Piste gehen, sind in der Regel Eigenbauten im Maßstab 1:24. Manchmal gehen auch Fertigmodelle im Maßstab 1:32, die für Bahnen im Hobbykeller gebräuchlichste Abmessung, an den Start. Bei einer Veranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des "Ashville Raceways", so heißt die große Carrerabahn, entstand die Idee, ein Publikumsrennen auszurichten. Der Rahmen dafür wurde sehr weit gesteckt. Teilnehmen können alle Fahrzeuge im Maßstab 1:32. Die Bahnspannung wird auf 12 Volt eingestellt. Die bei kleinen Heimbahnen üblichen Haftmagneten müssen ausgebaut werden. Die Veranstaltung soll es Besitzern von Slotcarbahnen ermöglichen, ihre Autos einmal auf einer 32 Meter langen Clubbahn unter Wettbewerbsbedingungen zu testen.

Am Samstag, 1. November, sind ab 10 Uhr die Pforten des Renncenters in Bad Rothenfelde geöffnet. Teilnehmen kann jeder Besucher der älter als zwölf Jahre ist. Aber auch Interessenten die selbst kein Slotcar haben, sind willkommen, es stehen auch Leihfahrzeuge bereit. Der Start des Publikumsrennens ist gegen 14 Uhr. Gegen eine Teilnahmegebühr von einem Euro kann jeder Besucher daran teilnehmen.

Zum Schluss gibt es einen Lauf des "Slot-it" Cups. Der italienische Produzent stellt qualitativ hochwertige Slotcars her, die sich ohne große Vorbereitung für Rennen auf Clubbahnen eignen, informiert Tubes. Die vier besten Fahrer des Publikumsrennens sind automatisch für eine Teilnahme an diesem Lauf qualifiziert. Ansonsten kann jeder Besucher der ein "Slot-it"-Fahrzeug besitzt ebenfalls teilnehmen.

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