Jörg Begemann (Geschäftsführer A2 Forum, v.l.), Wennemar Schweer (Weltladen Rheda), Achim Hertzke (Sprecher BUND NRW), Markus Tenkhoff (Veranstalter und Geschäftsführer GetPeople), Klaus Boxberger (Initiative Rheda) und Klaus Meyer (Geschäftsführer Energie Impuls OWL). - © FOTO: MARION POKORRA-BROCKSCHMIDT
Jörg Begemann (Geschäftsführer A2 Forum, v.l.), Wennemar Schweer (Weltladen Rheda), Achim Hertzke (Sprecher BUND NRW), Markus Tenkhoff (Veranstalter und Geschäftsführer GetPeople), Klaus Boxberger (Initiative Rheda) und Klaus Meyer (Geschäftsführer Energie Impuls OWL). | © FOTO: MARION POKORRA-BROCKSCHMIDT

Rheda-Wiedenbrück Ideen für "ein besseres Morgen"

Messe "Green Live" will Lösungen für zukunftsorientierten Lebensstil bieten

von marion pokorra-brockschmidt

Rheda-Wiedenbrück. Einen Mix aus gemeinnützigen Organisationen und Unternehmen will die Nachhaltigkeitsmesse "Green Live" im November im A2 Forum bieten. Den Namen der Messe will der Veranstalter Markus Tenkhoff dabei als "Grün erleben" verstanden wissen.

Geboten werden "Lösungen für einen gesunden und zukunftsorientierten Lebensstil", so Tenkhoff. Basierend auf dem Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit aus Ökonomie, Ökologie und Sozialem gehe es um den generationsübergreifenden Systemerhalt. Aus fünf Bereichen komme die Angebotsvielfalt "für ein besseres Morgen".

Unter dem Slogan "Natürlich Gesund" werden Bio-Lebensmittel über Naturkosmetik bis Naturmedizin präsentiert. Der Schwerpunkt "Energiesparen" umfasst unter anderem Dämmung, regenerative Energien und Recycling. Unter dem Schlagwort "Mobil" geht es um Autos mit Hybrid- oder Gasantrieb ebenso wie um E-Bikes und Fahrräder. "Grüne Geschenkideen" sind das Thema, zu dem Produkte aus natürlichen Rohstoffen oder Recyclingmaterial, aber auch Köstlichkeiten angeboten werden. Tenkhoff sprach von einem "grünen Weihnachtsmarkt". Auch einen Bildungsmarkt soll es geben. Geplant sind zudem Workshops und Vorträge, Fashionshows, ein Bio-Showkochen sowie der erste Fair-Trade-Rap.

Information

Bis zu 80 Aussteller

  • Jörg Begemann, Geschäftsführer des A2 Forums, war auf Markus Tenkhoff, Geschäftsführer des Unternehmens "GetPeople", zugegangen. Der veranstaltet seit 2009 die Bremer Nachhaltigkeitstage. Am Wochenende, 14. bis 16. November, will er erstmals "Ostwestfalens neue Nachhaltigkeitsmesse Green Live präsentieren", wie er sagte.
  • Tenkhoff rechnet mit 60 bis 80 Ausstellern im A2 Forum – Vorrang haben sollen dabei Unternehmen aus der Region. Den Anteil der gemeinnützigen Organisationen, die "aktionsorientierte Inhalte" bieten sollen, bezifferte er nicht. Er müsse darauf achten, dass "die wirtschaftliche Seite funktioniert".

Drei Vertreter von nicht an Profit orientierten Organisationen hatte Tenkhoff bei der Vorstellung des Messekonzeptes gestern an seiner Seite. Der Verein "Energie Impuls OWL", der Handwerker und Ingenieure zu seinen 130 Mitgliedern zählt, engagiert sich für Klimaschutz. "Die Fakten dazu sind bekannt, wir müssen in die Umsetzung kommen", sagte Geschäftsführer Klaus Meyer. Auf der Messe will er darüber aufklären, wer und was hinter welchen Produkten steckt, aber auch den Nachwuchs informieren, wie er Berufe und Klimaschutz verbinden kann. Da es zum Konzept von "Green Live" gehört, dass es ein erlebnisorientiertes Programm gibt, könnte das in Form einer Talkshow geschehen.

Selbst aktiv werden können Besucher am Stand des  Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der unter dem Motto "Dein Handy für deine Umwelt" auch ausgediente Mobiltelefone sammelt. Dort werden Tetrapaks beispielsweise zu Geldbörsen upgecycelt. Auch Ergebnisse des "Campus für Nachhaltigkeit", den die Organisation mit der Volkshochschule Gütersloh aufbaut und wo Bürger mitreden, wie sie in den nächsten Jahren leben wollen, werden präsentiert. "Wir müssen alle konsumieren, die Frage ist wie", sagte Sprecher Achim Hertzke.

Diese Frage beantwortet Wennemar Schweer, Weltladen Rheda. Gemeinsam mit der Eine-Welt-Initiative St. Aegidius wird eine Gruppe auf der Messe über den Verkauf von fair gehandelten Waren, dafür sorgen, "dass die Bauern für ihre Produkte ein besseres Einkommen erzielen und damit ein Auskommen haben, um ihre Familien zu ernähren". Doch fairer Handel alleine reiche nicht, so Schweer. Auch in der Weltwirtschaft müsse sich etwas ändern, dürfte beispielsweise der Export von billigem Hühnerfleisch nach Afrika dort nicht Betriebe zerstören.

Links zum Thema
www.get-people.de

Diese kritische Anmerkung nahm Tenkhoff zur Kenntnis, doch schwebt ihm mit seiner Messe anderes vor. "Wir wollen keine negativen Fakten bringen, sondern positiv vermitteln, dass es Lösungen gibt".

Der Veranstalter sagte, mit seiner Philosophie und Konzeption von "Green Live" Neuland zu betreten. Alle Unternehmen, die sich daran beteiligten, würden allergrößte Beachtung finden. Und auch die Messe selbst sei auf Nachhaltigkeit angelegt. "Sie ist nicht nur einmalig geplant."

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