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Auf dem Sprung: Timo Schulze Grachtrup bringt im spektakulären Finale der Männer den Ball über das Netz. - © Henrik Martinschledde
Auf dem Sprung: Timo Schulze Grachtrup bringt im spektakulären Finale der Männer den Ball über das Netz. | © Henrik Martinschledde

Herzebrock-Clarholz Sport und Spaß beim Affentenniscup

Die 24. Auflage des Affentenniscups lockt Tausende Besucher auf den Bolzplatz hinterm Hallenbad – zeitweise musste das improvisierte Stadion sogar wegen Überfüllung geschlossen werden.

Henrik Martinschledde
12.08.2019 | Stand 11.08.2019, 17:20 Uhr

Herzebrock-Clarholz. Pritschen, Baggern, Partyfeeling – das ist die Grundformel des Herzebrocker Affentenniscups und die funktionierte bei der 24. Auflage mal wieder prächtig. Nach der Absage im Vorjahr, weil kurz vor dem Turnier traurigerweise mit Thomas Kunte einer der Gründerväter und Organisatoren verstorben war, und der völlig verregneten 2017er Ausgabe, präsentierte sich der Beachvolleyball-Spaß im Sand diesmal wieder so, wie ihn alle lieben – mit viel Sonne und noch mehr guter Laune. So lockte die Megasause rundum und in der Strohballen-Arena natürlich den ganzen Tag über wieder Tausende auf den Bolzplatz hinterm Hallenbad. Die Finalspiele am späten Abend verfolgten allein mehr als 1.500. Mehr passen in das improvisierte Stadion nicht hinein. Wegen Überfüllung geschlossen, musste der Ordnungsdienst sagen. Die Stimmung rund ums Viereck war grandios. Angefeuert von Sprecher Thorsten Kellner aus dem Orga-Team jagte eine La Ola-Welle nach der anderen durch die Ränge, als es darum ging, wer den großen „Pott" mit nach Hause nimmt. Aber von vorne: Für die 24. Auflage hatten sich 40 Männer- sowie 20 Frauen-Teams angemeldet und vom Vormittag an standen rund 150 Spiele auf dem Plan. Wie der Name „Affentenniscup" schon sagt, steht beim Spiel drei gegen drei der Spaß im Vordergrund. Liga-Spieler sind deswegen auch gar nicht erst zugelassen. Wobei, das gilt nur für Volleyballer: Im Frauen-Finale standen mit den Reckendrees-Schwestern Pia, Eva, Magdalena und Katharina vier gestandene Tennisspielerinnen des TC Herzebrock im Sand. Pritschen und Baggern im Sand Die Erfahrung mit dem gelben Filzball münzte das Quartett im Match gegen die zweifachen Siegerinnen vom „Team Louie" in eines der „besten Frauen-Endspiele der Cup-Geschichte" (Kellner) um. Die „Stammgäste" Anna Betz, Fabienne Flaßkamp, Denise Kaup, Hannah Rüter und Ines Sieweke, ebenfalls aus der Affentenniscup-Gemeinde, hatten dagegen wieder fleißig das trainiert, worum es geht: Pritschen und Baggern im Sand. Unter lautstarker Anfeuerung beider Fan-Pulks setzten sie sich schließlich im dritten Satz durch und ihr Team-Name kommt zum dritten Mal auf den Wanderpokal. Nicht weniger spektakulär ging es im Männer-Finale zu. Sowohl die Rhedaer „Kuschelbärenbande" mit Jan Frederik Brormann, Marvin Pytlik, Daniel Westermann und Patrick Zelichowski, als auch die Wiedenbrücker Wasserballer-Combo „Juventus Urin" (Heiko Hasken, Marco Hasken, Timo Schulze Grachtrup, Joachim Just und Ulf Brockhoff) hatten das Turnier schon ein- beziehungsweise zweimal gewonnen. Das versprach einen Fight der Extra-Klasse, bei dem die „Bären" keineswegs „kuschelten" und schließlich in zwei knappen Sätzen gewannen. „Boah, ist das geil. Damit hatten wir gar nicht gerechnet", jubelte Zelichowski, als sich bei der Siegerehrung ein Konfettiregen samt Sektdusche über ihn und die anderen ergoss. Der Grund: Die Combo hatte zwar vorher trainiert, aber nie zusammen.

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