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Eine Szene aus dem Kurzfilm "Gefangen in Zelle 8", der im ehemaligen Knast gedreht wurde.
Eine Szene aus dem Kurzfilm "Gefangen in Zelle 8", der im ehemaligen Knast gedreht wurde.

Harsewinkel Tanz-Event-Fotos in Osnabrück zu sehen

Eröffnung / Projekt von Gertrud Loquay-Gerbaulet

13.04.2013 , 01:11 Uhr

Harsewinkel (rz). Mit dem Kurzfilm "Gefangen in Zelle 8" hatte sich Kleine Schule für Bewegungserziehung und Tanz von Gertrud Loquay-Gerbaulet im September 2012 um einen Preis beim Jugendkulturpreisfestival NRW beworben. Das Projekt war eine von insgesamt 235 Bewerbungen beim zwölften Landeswettbewerb. Aus 77 Städten kamen schließlich die 221 Wettbewerbsbeiträge, die sich um eine der mit insgesamt 15.000 Euro dotierten Auszeichnungen für beispielhafte Kulturarbeit mit Kindern oder Jugendlichen bewarben.

Die Harsewinkeler Tanzschule gehörte zwar nicht zu den ersten Preisträgern, erntete aber viel Lob bei den Fachleuten und Juroren. "Ich habe die Sache fast schon vergessen, doch dann erhielt ich überraschend eine Einladung zu der Ausstellung in Osnabrück, in der noch einmal eine Auswahl herausragender Beiträge gezeigt wird", sagte die Harsewinkeler Tanzpädagogin im NW-Gespräch.

Zwar wird nicht der Film "Gefangen in Zelle 8" im Rahmen der Schau, die am heutigen Freitag um 15 Uhr im RWE-Gebäude am Goethering 23 bis 29 in Osnabrück eröffnet wird, zu sein wird, doch es sind mehrere Fotocollagen sowie großformatige Fotos des Tanz-Events, die beim Projekt "Kunst in der Zelle" entstanden sind, die dort dem breiten Publikum mit weiteren herausragenden Kulturprojekten aus der Region präsentiert werden.

Der Film "Gefangen in Zelle 8" von Gertrud Loquay-Gerbaulet ist eine tänzerische Auseinandersetzung mit der Ein- und Begrenzung des Menschen durch räumliche, körperliche und auch soziale Begebenheiten. Der Film wurde im ehemaligen Gefängnis am Prozessionsweg gedreht und entstand anlässlich des Kunstprojekts "Zellkultur - Kunst hinter Gittern".

Die Ausstellung in Osnabrück ist vom 12. April bis 17. Mai zu sehen. Das Spektrum der Exponate ist breit gefächert – es reicht vom Kalender mit Müllmännern aus Bottrop über Dokumentarfilme mit griechischen und deutschen Jugendlichen, von Wohnzimmern im öffentlichen Raum bis hin zu Fotos vom Tanztheater im Knast – ein Projekt, mit dem die Harsewinkeler Tanzschule übrigens den den Bambi-Kurzfilmpreis gewinnen konnte. "Es wird noch einmal sichtbar, was die Landschaft der Kinder- und Jugendkultur in NRW an Vielfalt zu bieten hat", heißt es in der Einladung zu der Ausstellung.

Gefördert wird der Jugendkulturpreis NRW 2012 durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, die Stadt Ibbenbüren, die Gesellschaft zur Förderung gemeinnütziger Zwecke im Kreis Steinfurt mbH, die Kreissparkasse Steinfurt, die Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung, den Rotary-Club Tecklenburger Land und die RWE Deutschland AG. Veranstalter sind die Landesarbeitsgemeinschaft Kulturpädagogische Dienste/Jugendkunstschulen NRW (LKD), die Jugendkunstschule des "Pink Pop" Ibbenbüren und die Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit NRW (LKJ).