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Eileen und Philipp Göhring sowie Marvin Mumm geben alles für die Musikkarriere. - © Phätte Zeiten
Eileen und Philipp Göhring sowie Marvin Mumm geben alles für die Musikkarriere. | © Phätte Zeiten

Harsewinkel Diese Band aus Harsewinkel will ganz nach oben

Die Geschwister Eileen und Philipp Göhring sowie Marvin Mumm haben als Band Phätte Zeiten große Pläne.

Burkhard Hoeltzenbein
14.08.2019 | Stand 14.08.2019, 10:01 Uhr |

Harsewinkel. Auf den Musikplattformen von Spotify, Amazon, iTunes, Deezer und Google mehren sich die Klicks. Auf Youtube lassen kleine Videoteaser aufhorchen. Die Band „Phätte Zeiten" aus Harsewinkel zieht alle Register und bedient viele Kanäle, um ihr Debütalbum „Ganzkörpermusik" öffentlichkeitswirksam zu „promoten". In dieser Woche legen das Geschwisterpaar Philipp und Eileen Göhring zusammen mit Marvin Mumm nach und veröffentlichen ein selbstproduzierte Musikvideo. Herausgekommen ist die „EP" als Minialbum mit sieben Tracks in der vergangenen Woche. Für Philipp Göhring, Erfinder, musikalischer Kopf und Frontmann von „Phätte Zeiten", ist das kleine Album mit seinen sieben Tracks „nur ein Kieselstein auf einem langen steinigen Weg", den das Trio noch vor sich hat. Der soll den 23-jährigen Sänger zusammen mit seiner Schwester Eileen Göhring am Schlagzeug und Bassist Marvin Mumm einmal dahin führen, wo sich mit Musik Geld verdienen und davon leben lässt. Cro schwingt mit - und Peter Fox auch Wer in die Songs von „Ganzkörpermusik" reinhört, erlebt eine erstaunliche Bandbreite an Rhythmus, Melodie und Poesie. Dabei zeichnet „Phätte Zeiten" auf diesem Debütwerk bereits eine eigene Handschrift als unverwechselbares Markenzeichen aus. Obwohl sich Philipp selbst schwertut, den Stil eindeutig festzulegen. Der Einfluss von „Cro" schwingt da mit. Auch „Peter Fox" klingt deutlich an. Und eine Spur „Revolverheld" lässt sich ebenfalls heraushören. Da wechseln Sprechgesang und Gesang. Sind es überwiegend die „fetten" Beats, die viele Stücke livetauglich nach vorne treiben. Und die bereits ahnen lassen, wie der Titel des Musikwerks gemeint sein könnte. „Angekommen" ist dafür ein Paradebeispiel. Eine episch breit angelegte „Stadionhymne", bei der sich die Fans austoben können. Sogar Revolverheld-Frontmann drückt die Daumen Dann klingt es wie in „Sommermelancholie" wiederum ganz nach Party und Sommergefühl. Genau zu diesem leichten, lockeren Stück hat Philipp Göhring in zwei Sequenzen mit Freunden Videomaterial gesammelt, Teile des Songs noch einmal für die Kamera gesungen und mit dem Studiomaterial vermischt. „Das Video kommt am Freitag raus", schürt der vielseitige Künstler die Vorfreude. Sogar einen kleinen Einspieler unter anderem von „Revolverheld"-Frontman Johannes Strate mit dem Kommentar „Phät!" hat er erhalten. Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an 🕺🏼🎶👊🏻 @johannesstrate #ganzkörpermusik #phät #phättezeiten Ein Beitrag geteilt von PHÄTTE ZEITEN (@phaettezeiten) am Aug 7, 2019 um 4:10 PDT Seit Philipp Göhring, damals noch als Einzelinterpret, im Jahr 2014 bei „Dein Song" im Fernsehen zu sehen war und anschließend zur Belohnung mit den Hamburgern zusammenarbeiten durfte, hält er den Kontakt. "Ich stecke jede freie Minute in die Musik" Das Video ist der nächste kleine Schritt. Wie schwer sich das kreative Musikmachen mit dem realen Leben in der Arbeitswelt verträgt, haben die beiden Jungs im vergangenen halben Jahr erfahren. Philipp hat seine Lehre zum Mediengestalter bei einer Harsewinkeler Firma absolviert. Marvin ist seit einigen Wochen ausgelernter Dachdeckergeselle bei einer Firma in Beelen. „Wir hatten in dem ersten Halbjahr daher kaum Zeit, uns auf die Musik zu konzentrieren", erklärt Philipp, der als Halbtagskraft von seinen Chefs in der Computerfirma viel Rückendeckung für sein zeitaufwendiges Noch-Hobby erhält. „Ich stecke jede freie Minute in die Musik", erklärt er. Weil seine Schwester Eileen, die seit 13 Jahren drummt, als Tierarzthelferin in Köln arbeitet, muss das Trio seine Auftritte und Proben lange im Voraus planen. „Eileen ist ein übelstes Monster am Schlagzeug", macht Philipp seiner großen Schwester ein im Musikerjargon „fettes" Kompliment. „Ohne sie könnte ich keine Musik machen", betonte Frontsänger Philipp. Die Konzertausschnitte im Internet beweisen, dass er Recht hat. Zudem ist sie eine begnadete Songwriterin,ein Talent, das sie mit ihren Bruder gemein hat. Rückendeckung gibt's von den Eltern Alle drei von „Phätte Zeiten" haben den Mut, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Dafür gibt es auch Rückendeckung von den Eltern. „Die unterstützen uns, wo sie nur können", sagt Philipp. Das gilt auch für Marvin, der nach einem kleinen Akustik-Gig in einer Kneipe in Harsewinkel seine Bass-Dienste anbot. Jetzt wollen sie mit „Ganzkörpermusik" durchstarten. „Vielleicht hört ja mal der richtige Experte am richtigen Ort zur richtigen Zeit unsere Songs", hofft Philipp. Am 31. August haben sie einen kleinen Auftritt in Harsewinkel, wenn der Büro- und Wohnkomplex an der Bundesstraße 513 eingeweiht wird.

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