Der Autofahrer musste sich jetzt vor Gericht verantworten. - © picture alliance
Der Autofahrer musste sich jetzt vor Gericht verantworten. | © picture alliance

Harsewinkel "Ich fühle mich schuldig": Tödlicher Unfall beim Zurücksetzen

Der 32-Jährige musste sich jetzt wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten

Harsewinkel. Beim Zurücksetzen seines Autos aus einer Grundstückseinfahrt hatte ein Mann am 1. Dezember 2018 eine Frau angefahren, die dabei tödliche Verletzungen erlitt. Jetzt stand der 32-Jährige wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr vor Gericht. Er sei „sehr langsam gefahren", habe in die Spiegel geschaut, sagte der Angeklagte. Er habe niemanden gesehen, möglicherweise hätten seitlich stehende Büsche die Sicht behindert. Nach der Berührung mit der Frau oder deren Rollator habe er sofort angehalten. Die Frau sei bewusstlos gewesen, er habe in der Nachbarschaft gebeten, einen Notarzt zu rufen. Doch die 86-Jährige war am folgenden Tag ihren Kopfverletzungen erlegen. "Ich fühle mich schuldig" „Er steht immer in meinem Kopf, dieser Unfall", beschrieb der unbescholtene Familienvater, wie das Geschehen ihn nicht loslasse. Hinzu kommt, dass die Tote eine Nachbarin war. „Ich fühle mich schuldig", so der Mann. Er könne sich den Hergang aber letztlich nicht erklären. Angesichts der Schwierigkeit des Angeklagten, mit dem Vorfall fertig zu werden, fand die Staatsanwältin, zu viel mehr Strafe könne man eigentlich nicht kommen. Der Richter („Ein ganz tragischer Unfall") stellte das Verfahren gegen eine Geldbuße in Höhe von 2.400 Euro vorläufig ein.

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