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Der Gesamtschaden soll sich auf 51.400 Euro belaufen. - © picture alliance
Der Gesamtschaden soll sich auf 51.400 Euro belaufen. | © picture alliance

Harsewinkel/Bielefeld Bestellt, aber nie bezahlt: 29-Jähriger wegen mehr als 200 Fällen vor Gericht

Der Gesamtschaden soll sich auf 51.400 Euro belaufen - der Mann hatte offenbar noch zwei Komplizen

Burkhard Hoeltzenbein
07.05.2019 | Stand 06.05.2019, 18:23 Uhr

Harsewinkel/Bielefeld. Ein 29-jähriger Mann, der im mehr als drei Jahre umfassenden Tatzeitraum in Harsewinkel lebte, muss sich ab dem 16. Mai zusammen mit zwei Komplizen vor dem Landgericht Bielefeld verantworten. Dem Trio wird jahrelanger vielfacher Betrug bei Käufen im Internet vorgeworfen. Der Gesamtschaden soll sich auf 51.400 Euro belaufen. Hinzu rechnet die Anklage noch 9.500 Euro für Warenkäufe, bei denen es lediglich beim Versuch blieb. Alleine der Harsewinkeler soll an sämtlichen Bestellungen unter fiktiven Namen und ohne zu zahlen mitgewirkt haben. 210 Taten, davon 25, bei denen es nicht zum Warenempfang kam, ordnet die Anklage dem 29-Jährigen, der mittlerweile in Osnabrück lebt, zu. Gefälschte Identitäten und Betrugskäufe Eine mitangeklagte 28-Jährige aus Osnabrück soll 155 Mal mit im Spiel um gefälschte Identitäten und Betrugskäufe mitgemischt haben. Dem dritten Beschuldigten, einem 28-Jährigen aus Karlsruhe, wirft die Staatsanwaltschaft 23 der angeklagten Taten vor. Die drei mutmaßlichen Betrüger sollen vom 19. November 2011 bis zum 17. Februar 2015 bei verschiedenen Händlern jeweils online diverse Waren unter Angabe fiktiver Personalien bestellt haben. Zur Vortäuschung der Zahlung oder ihrer Zahlungswilligkeit sollen sie verschiedene Fernzahlungsmodalitäten in Anspruch genommen haben. Essen abgeholt - aber nicht bezahlt Zum Empfang der Waren sollen die drei sich jeweils fremder Packstationaccounts, über deren Zugangsdaten sie verfügt haben sollen, bedient haben. Bestellte Tickets sollen sie auf dem Wege des „Print@Home-Verfahrens" erhalten haben. Online bestellte Speisen sollen sie auch persönlich abgeholt haben. Ohne jeweils zu bezahlen.

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