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Handball-Power: Das Spiel zwischen der TSG Harsewinkel und den „Dähne Allstars" endete 32:36 oder in Anspielung auf Dähnes Rückennummer 41:41. - © Henrik Martinschledde
Handball-Power: Das Spiel zwischen der TSG Harsewinkel und den „Dähne Allstars" endete 32:36 oder in Anspielung auf Dähnes Rückennummer 41:41. | © Henrik Martinschledde

Harsewinkel „Dähne Allstars“ gewinnen Abschiedsspiel beim TSG Harsewinkel

TSG Harsewinkel hakt den Abstieg aus der Oberliga mit einem Abschiedsspiel für Johnny Dähne und andere Abgänge ab

Uwe Kramme
06.05.2019 | Stand 06.05.2019, 12:26 Uhr

Harsewinkel. Handball bei der TSG Harsewinkel war in der Spielzeit 2018/2019 eine hochemotionale Angelegenheit. Auf dem Spielfeld, wo es nicht ganz zum Klassenerhalt in der Oberliga reichte, und auf der Tribüne, wo sich eine Anhängerszene entwickelte, die im Gütersloher „Südkreis" ihresgleichen sucht. Der bewegende Saisonabschluss am Samstag wurde dieser Entwicklung gerecht. Nach dem unterhaltsamen Spiel der aktuellen 1. Mannschaft gegen die „Dähne Allstars" wurde ein Akteur mit Standing Ovations der Zuschauer auf der einen und der Aktiven auf der anderen Seite verabschiedet, der den Aufschwung der TSG von der Bezirksliga bis in die Oberliga wohl ebenso geprägt hat wie der aktuelle Trainer und langjährige Spieler Manuel Mühlbrandt: Torhüter Johnny Dähne. Wehmut ist auch dabei „Ich habe noch nie gehört, dass eine Mannschaft, die mit 0:14 Punkten gestartet ist, noch gefeiert wird, obwohl sie schon wieder mit zehn Toren verloren hat, aber in dieser Halle habe ich es erlebt." Der ehemalige Zweitligaspieler der HSG Bielefeld blickte mit Wehmut („Denn leider haben wir den Klassenerhalt, den wir uns vorgenommen hatten, nicht geschafft") zurück, als er sich von seinem Publikum verabschiedete. Der 37-Jährige wechselt nach acht Jahren bei der TSG („Ich durfte hier helfen, etwas Tolles aufzubauen") zum TV Werther und schämte sich „einer kleinen Träne" nicht. Mühlbrandt griff ebenfalls zum Mikrofon, bedankte sich wie zuvor schon Kapitän Sven Bröskamp („Überragender Support") bei den Zuschauern für „eine tolle Saison" und bat gleich für die nächste um Unterstützung. „Denn da wollen wir wieder geilen Handball spielen und dafür brauchen wir euch." Dass die TSG-Handballer sich beim Versuch, das Ziel direkter Wiederaufstieg zu erreichen, der gewohnten Unterstützung sicher sein können, stand für Karl-Heinz Kalze außer Frage. „Harsewinkel will die Oberliga", verkündete der Hallensprecher unter dem Jubel der weit über 200 Partygäste. "Ich durfte hier 
helfen, etwas Tolles aufzubauen" Weil neben Dähne (TV Werther) auch Co-Trainer Timo Schäfer, Benny Doherty (beide TuS Brockhagen), Albert Kreismann (TV Verl) und Julian Schüpping (noch ohne Verein) die TSG verlassen, steht Mühlbrandt vor einem kleinen Neuaufbau. „Aber jetzt machen wir erst einmal Pause und dann legen wir im Juni wieder los." Als „eine Erkenntnis aus der Abstiegssaison" kündigte der Coach jedoch schon vier statt drei Trainingseinheiten in der Woche an. Am Samstag durfte sich seine Truppe aber erst einmal nach Herzenslust gegen eine Auswahl ehemaliger Mitspieler Dähnes bei der TSG und bei früheren Vereinen austoben. „Ich hatte ja vorher ein bisschen Sorge, dass es zu albern wird, aber das war gar nicht der Fall", stellte Dähne fest, als er in der kurzweiligen Partie auch seine Qualitäten als Feldspieler unter Beweis gestellt hatte. Natürlich nahmen alle Beteiligten die Sache und die Regeln nicht so ganz ernst. Deshalb standen auch schon einmal zwei Torleute oder alle Allstars zwischen den Pfosten, während sich Malik St. Claire auf den Schultern von Jonas Kalter als Freiwurfschütze versuchte. Johnny Dähne schwört auf die Rückennummer 41 Zu einem längeren Einsatz kam auch Manual Mühlbrandt. Während der Coach seine überragende Trefferquote („Kein Fehlversuch") herausstellte, fiel Mitspielern auf, dass er schon nach sieben Minuten nach Luft geschnappt hätte und ausgewechselt werden wollte. Wie auch immer, die Anzeigetafel zeigte am Ende statt des 36:32 für die Allstars ein 41:41. Das war eine Anspielung auf den, der bei diesem Abschluss im Vordergrund stand, denn Johnny Dähne schwört auf die Rückennummer 41. Für die von Ex-TSG-Coach Hagen Hessenkämper betreuten Allstars liefen Simon Hanneforth, Rene Pottmann, Steffen Schumacher, Alexander Kaup, Pascal Welge, Luca Sewing, Moritz Schneider, Karsten Kappelt, Tobias Fröbel, Simon Uphus, Christoh Dammann, Leif Anton, Rene Hilla, David Ruhe und Philipp Birkholz auf.

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