Tagelang hatten Vodafone-Kunden kein Netz. - © Pixabay
Tagelang hatten Vodafone-Kunden kein Netz. | © Pixabay

Harsewinkel Nach tagelanger Netzstörung: Vodafone zahlt keine Entschädigung

Netzausfall: Störung ist beseitigt. Vodafone will keine Ausfälle erstatten – Otelo dagegen schon

Harsewinkel. Die Einschränkungen im Vodafone- Mobilfunknetz in Harsewinkel sind Mittwoch-Vormittag beseitigt worden. Eine Entschädigung für den viertägigen Ausfall schließt der Kommunikationskonzern aber aus. „Die 4.000 betroffenen Kunden können das Mobilfunknetz wieder nutzen", teilte Konzernsprecher Volker Petendorf mit. „Wir bitten die betroffenen Kabelkunden um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten, die sie vorübergehend hatten", schreibt er. Viele Kunden waren betroffen Wie berichtet, war es seit Samstag um 2.03 Uhr in der Nacht zu einer Störung vor Ort in der Mobilfunkstation in Harsewinkel gekommen. Zur Behebung war der Austausch eines defekten Bauteils notwendig. Dieses Ersatzteil wurde am Dienstagmorgen nach Harsewinkel gebracht und dann vor Ort eingebaut. Der Mobilfunkverkehr sei nach Vodafone-Angaben größtenteils über umliegende Mobilfunkstationen geleitet worden, um Einschränkungen möglichst gering zu halten. Eine Maßnahme, die allerdings in weiten Teilen nicht fruchtete. Die Probleme erbosten in den vergangenen Tagen viele Kunden. Für Leistungen gezahlt, die nicht nutzbar waren Roland Krüger, der sich an die Neue Westfälische gewandt hatte, ist über die Abfuhr von Vodafone entsetzt. Der Mobilfunk-Kunde der Vodafone-Tochter Otelo hatte sich per E-Mail beim Kundenservice von Vodafone beschwert, dass er für eine Leistung zahle, die er tagelang nicht nutzen könne. „Diese Verträge sind nicht ortsgebunden und jederzeit deutschlandweit nutzbar. Daher besteht kein Anspruch auf eine Erstattung", teilte ihm gestern ein Vodafone Mitarbeiter ebenfalls per E-Mail mit. „Das stimme ja so nicht, widerspricht Krüger. Ausgerechnet da, wo er das Mobiltelefon am häufigsten nutze, konnte er vier Tage lang nicht telefonieren. Um so überraschter ist der Harsewinkeler über die Mail, die er fast zeitgleich von Otelo bekommt. „Selbstverständlich ist es nach Störungsende möglich, Ihnen für die Nicht-Nutzung innerhalb der Störungszeitspanne eine entsprechende Gutschrift zu hinterlegen", heißt es dort gegensätzlich zum Mutterkonzern. Ein Angebot, das Roland Krüger mit Sicherheit einfordern wird.

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