In Harsewinkel ist der Keim Pseudomonas aeruginosa im Trinkwasser nachgewiesen worden. Er kann durchaus gesundheitsgefährdend sein.
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In Harsewinkel ist der Keim Pseudomonas aeruginosa im Trinkwasser nachgewiesen worden. Er kann durchaus gesundheitsgefährdend sein.
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Harsewinkel Gefährliche Keime in Harsewinkler Trinkwasser entdeckt

Der Keim kann bei Älteren, Abwehrgeschwächten und Krankenhauspatienten Erkrankungen auslösen

Burkhard Hoeltzenbein

Harsewinkel. Im Leitungsnetz Ostheide ist im Rahmen einer Kontrolluntersuchung der Keim „Pseudomonas aeruginosa" nachgewiesen worden. Der Keim kommt als Boden- und Wasserkeim in der Natur vor und kann bei Älteren, Abwehrgeschwächten und Krankenhauspatienten Erkrankungen wie Wund- und Harnwegsinfektionen aber auch Gehörgangs- und Lungenentzündungen auslösen. Diese Warnung hat die Stadt Harsewinkel Dienstagnachmittag in einer Ad-hoc-Meldung bekannt gegeben. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, erfolgte die Untersuchung des Trinkwassers nach Abschluss der Baumaßnahmen am dortigen Trinkwassernetz. „Wir haben umgehend alle Einrichtungen informiert, in denen sich Personen aufhalten, für die von dem Keim eine gesundheitliche Gefahr ausgehen kann. Die unmittelbaren Anwohner gehörten natürlich auch zu denjenigen, die direkt von uns angesprochen wurden", erklärte Michael Bergholz vom Ordnungsamt. Sollte der Keim im Rahmen der Bauarbeiten an der Ostheide in das Wassernetz gelangt sein, so wird eine weitere Ausbreitung für wenig wahrscheinlich gehalten. Innerhalb des betroffenen Leitungsnetzes werden zurzeit regelmäßig Hydrantenspülungen vorgenommen. Weiter ist eine mobile Chlorung vorgesehen. Das Wasserwerk gibt ein Merkblatt raus Um auszuschließen, dass der Keim auch an anderen Stellen im Harsewinkeler Wassernetz zu finden ist, hat der Kreis Gütersloh an weiteren sensiblen Stellen wie am Altenheim Dechantsfeld und am Krankenhaus St. Lucia Proben entnommen. Die endgültigen Ergebnisse der Untersuchung werden frühestens am Donnerstag vorliegen. Das Harsewinkeler Wasserwerk hat ein Merkblatt herausgegeben, auf dem Risikogruppen aufgeführt und entsprechende Schutzmaßnahmen beschrieben sind (siehe Infokasten). Wichtigste Aussage: Über das Trinken des kontaminierten Wassers kann man sich keine Infektionen einfangen. Alle Maßnahmen und das Merkblatt sind mit dem Gesundheitsamt des Kreises Gütersloh abgestimmt. Bei deren Beachtung und Einhaltung kann das Risiko einer Infektion weitestgehend minimiert werden. Für gesunde, erwachsene Menschen stellt der Keim in der Regel kein Risiko dar. Für Rückfragen stehen Experten der Stadt unter Tel. (0 52 47) 20 32 oder Tel. (0 52 47) 20 33 zur Verfügung.

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