Neun Menschen erlitten bei einer Familienfeier in Harsewinkel eine Kohlenmonoxid-Vergiftung. - © Andreas Eickhoff
Neun Menschen erlitten bei einer Familienfeier in Harsewinkel eine Kohlenmonoxid-Vergiftung. | © Andreas Eickhoff

Harsewinkel Kohlenmonoxid: Neun Verletzte bei Familienfeier in Harsewinkel

Harsewinkel. Bei einer Geburtstagsfeier in Harsewinkel haben neun Menschen eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ursache war nach ersten Erkenntnissen ein in einer Doppelgarage aufgestellter Heizpilz. Während der Feier, die in der Doppelgarage stattfand, wurde plötzlich einem Gast so übel, dass andere Gäste den Rettungsdienst riefen. Die Doppelgarage war mit einem Heizpilz beheizt worden, der an einer Gasflasche angeschlossen war. Die Tore, Türen und Fenster des Gebäudes waren nach ersten Ermittlungen der Polizei während der Feier geschlossen. Als die Besatzung am Einsatzort an der Beller Heide eintraf, schlugen die Kohlenmonoxidmelder sofort an. Die Anwesenden hatte noch vor dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte den Heizofen bereits ausgeschaltet und die Räumlichkeiten durchlüftet. Neun Menschen in Krankenhäuser eingeliefert Die Rettungsdienstmitarbeiter evakuierten die Doppelgarage und riefen Verstärkung. Neben dem Notarzt aus Harsewinkel eilte noch ein Mediziner aus Warendorf herbei, ferner ein Rettungswagen aus Versmold. Zusätzlich wurde der Löschzug Harsewinkel an die Einatzstelle gerufen, ebenso der leitende Notarzt Dr. Ralf Stroop aus Halle sowie der Organisationsleiter (OrgL)Rettungsdienst aus Rietberg. Um genügend Transportkapazitäten zur Verfügung zu haben, wurde ein Alarm für einen Massenanfall von Verletzten (ManV) für bis zu zehn Personen ausgelöst. Bei den Teilnehmern der Feier wurde nach Angaben des Leitenden Notarztes mit Hilfe eines Sensors die Konzentration des tödlichen Giftes im Blut ermittelt. Während in Gebäuden die übliche Konzentration bei etwa 0,5 bis 5 ppm liegt, lag sie bei einem Verletzten bei 25 ppm (parts per million). So mussten neun Gäste mit einem Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser transportiert werden, während die übrigen Teilnehmer keiner weiteren Behandlung bedurften. Stroop ging im Gespräch mit nw.de davon aus, dass keiner der Verletzten bleibende Schäden davonträgt. Nach Polizeiangaben wurde niemand der Beteiligten lebensgefährlich verletzt.

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