Gut im Zeitplan: Der Rohbau des neuen Bauhofs steht kurz vor der Vollendung. Ein Gefällelaser ist der Garant dafür, dass die Sohleplatte, die bald gegossen wird, nicht schief und wellig ist. Unser Foto zeigt Bauhofsleiter Achim Vorwald (l.) und Christoph Blume von der Firma Fechtelkord & Eggersmann auf der Baustelle. - © Richard Zelenka
Gut im Zeitplan: Der Rohbau des neuen Bauhofs steht kurz vor der Vollendung. Ein Gefällelaser ist der Garant dafür, dass die Sohleplatte, die bald gegossen wird, nicht schief und wellig ist. Unser Foto zeigt Bauhofsleiter Achim Vorwald (l.) und Christoph Blume von der Firma Fechtelkord & Eggersmann auf der Baustelle. | © Richard Zelenka

Harsewinkel Bauhof in der Fritz-Wallmeier-Straße soll im Herbst eingeladen werden

Präzision durch Laserstrahl

Richard Zelenka

Harsewinkel. Nach fünf Monaten schreitet der Rohbau des neuen Bauhofes in der Fritz-Wallmeier-Straße mit Riesenschritten seiner Vollendung entgegen. Ein Richtfest, in früheren Zeiten eine unverzichtbare Tradition im Baugewerbe, ist aber nicht geplant. "Das ist heute nicht mehr üblich", sagte Bauhofsleiter Achim Vorwald, "dafür wird es bei der Einweihung ein großes Fest geben", verspricht der 54-Jährige. Einen festen Termin gibt es nicht. Vorwald, der fast täglich auf der Baustelle gegenüber Claas nach dem Rechten schaut, lässt sich nicht genau festlegen. "Irgendwann im Herbst, auf einen Tag kommt es nicht an." Die Arbeiten auf dem etwa 10.000 Quadratmeter großen Gelände in der Nähe des Klärwerks laufen nach Plan. Das ist für alle Beteiligten wichtig. Kernstück des Projektes, das am Ende insgesamt zwei Millionen Euro verschlingen wird, ist eine 27 mal 72 Meter große Halle, in der die Bauhoffahrzeuge untergestellt werden und auf einer vier Meter hohen Empore Materialen gelagert werden, die täglich gebraucht werden - Streu für die Sportplätze, Schilder und Ähnliches. Die Firma Fechtelkord & Eggermann wurde mit den Rohbauarbeiten beauftragt. Der Start erfolgte im November. Seitdem wurde dort nach den Plänen des Architekturbüros Herzog & Kordtomeikel ein moderner Zweckbau aus dem Boden gestampft. Das knapp zehn Meter hohe Gebäude wurde bereits überdacht. Ein in die Decke eingelassenes Lichtband sorgt für Tageslicht in der Halle. Das Gebäude wurde mit grauen geriffelten Sandwichplatten verkleidet; anthrazitfarbene Einfassungen an den Toren, Türen und Fenstern lockern die Optik des Gebäudes auf. Zum Schluss der Rohbauarbeiten muss der Betonboden gegossen werden. Dabei kommt es auf Präzision an. Die Sohle muss eben und ohne Gefälle sein. Dafür sorgen die Experten von Fechtelkord & Eggersmann. Der Bauleiter Christoph Blume und seine Kollegen erschienen gestern mit einem Gefällelaser auf der Baustelle, um die Vorarbeiten zu leisten. "Mit etwa 1.400 Quadratmetern ist der Hallenboden schon recht groß, für uns aber nichts Außergewöhnliches", sagte Blume. Den Termin für das Einbringen der Sohleplatte habe man bewusst gewählt. Bei Regen oder Frost sei dies nicht möglich. 21 Tage dauert es, bis der Beton ausgehärtet ist und seinen letzten Schliff zum Industrieboden erhält. So lange müssen die Handwerder, die die nächste Bauphase in Angriff nehmen, aber nicht warten. Schon nach zwei oder drei Tagen sei die Sohle so weit begehbar, dass mit dem Innenausbau begonnen werden könne, so die Experten. Die Klempner, Maler und Elektriker werden sich in den nächsten Wochen die Klinke in der Fritz-Wallmeier-Straße in die Hand geben. Die Verlagerung des städtischen Eigenbetriebs vom alten Standort in der Lütgenbrede werde nicht auf einen Schlag erfolgen. Vorwald: Wir werden peu à peu umziehen."

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