Bürgerhaus Ma - © Joe Cubick
Bürgerhaus Ma | © Joe Cubick

Harsewinkel Bürgerhaus: Jetzt geht es richtig los

Marienfeld. „Ich hoffe, dass es nun richtig losgeht“, meinte Franz-Josef Peters, der 1. Vorsitzende des neuen Vereins Bürgerhaus Marienfeld 2015, am Ende der etwa 70-minütigen Gründungsversammlung. Mit 84 Gästen wurde der neue Trägerverein des noch zu bauenden Bürgerhauses am Mittwochabend im vollen Nebenraum der neuen Sporthalle aus der Taufe gehoben. Gründungsmitglieder des neuen Vereins sind 71 Frauen und Männer, sechs Vereine und fünf Firmen. Damit können die Planungen jetzt weiter konkretisiert und unter anderem der Bauantrag gestellt werden. Neben dem 57-jährigen Elektrotechniker und Vater von vier erwachsenen Kindern Franz-Josef Peters, der auch schon mal Vorsitzender des Spielmannszug Marienfeld war, gehören dem jeweils einstimmig gewählten Vorstand Michael Klaevers als 2. Vorsitzender, Jürgen Hanfgarn als Kassenwart und Tanja Homeyer als Schriftführerin an. Als Beisitzer wählte die Versammlung ebenfalls einstimmig Bernd Eversmann, Wolfgang Sandfort und Karl-Heinz Westbeld. Erste Kassenprüfer des Vereins sind Marie-Luise Bessmann und Ludwig Deitermann. Auch die von Daniel Brockpähler in Zusammenarbeit mit Paul Hülsmann vorbereitete Satzung wurde relativ zügig und mit leichten Veränderungen abgearbeitet. Demnach ist „der Zweck des Vereins, die Einrichtung eines Bürgerhauses für den Ortsteil Marienfeld anzustreben und dessen Errichtung und Unterhaltung zu fördern. Der Verein übernimmt deshalb die Bauträgerschaft und die spätere Verwaltung des Gebäudes. Das Bürgerhaus Marienfeld dient der Förderung von Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur, des Heimatgedankens, des traditionellen Brauchtums und des bürgerschaftlichen Engagements“. Wie ausführlich berichtet, ist die Idee für ein Bürgerhaus im Klosterdorf mittlerweile 25 Jahre alt. Zwischenzeitlich sollte das Gebäude am Neubau der Sporthalle am Ruggebusch errichtet werden. Die Planungen wurden jedoch verworfen, und so soll es jetzt an der Klosterstraße gebaut werden. Heiner Bessmann stellt dafür ein altes Fachwerkhaus aus Lintel zur Verfügung. Der 75-jährige Textilunternehmer übernimmt auch den Aufbau des Außenkubus. Für den Innenausbau ist dann der neue Verein verantwortlich. Die Stadt hat für das Projekt 250.000 Euro zugesichert. Auch der Kreis als obere Baubehörde habe nach einer Bauvoranfrage seine Zustimmung signalisiert. Die Planungen von Architekt Norbert Ströer gehen von Baukosten von über 700.000 Euro aus. Die Gründungsversammlung endete praktisch mit Heiner Bessmanns Aussage: „Es ist schon losgegangen, die ersten drei Rechnungen sind bezahlt.“

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