Bleibende Spuren hinterlassen: Julius Petri starb mit 91 Jahren. - © Foto: Richard Zelenka
Bleibende Spuren hinterlassen: Julius Petri starb mit 91 Jahren. | © Foto: Richard Zelenka

Harsewinkel Julius Petri starb mit 91 Jahren

Harsewinkel (rz). Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer: Julius Petri ist tot. Der bekannte und beliebte Harsewinkeler starb am Sonntag im Alter von 91 Jahren. Petri hinterlässt seine Frau Klara. Der gebürtige Flame wird am Montag, 29. Juni, beerdigt. Die Messe in der St.-Paulus-Kirche beginnt um 15 Uhr. Auf vielen Gebieten hat Julius Petri in führenden Positionen in seiner Wahlheimat bleibende Spuren hinterlassen: Im Sport, in der Politik und in der Bildung, im Schützenwesen und auf dem kirchlichen Sektor. Vor allem für die Völkerverständigung setzte Petri sich unermüdlich ein. Er gehörte zu den Begründern des Partnerschaftsvereins Les-Andelys-Harsewinkel (Palah), dessen Vorsitzender er auch war. Die französische Partnerstadt in der Normandie dankte es ihm mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft. Für sein soziales und politisches Engagement und wegen seiner Verdiente um das Gemeinwohl wurde Julius Petri mit Ehrungen und Auszeichnungen förmlich überhäuft. So erhielt er unter anderem 1990 das Bundesverdienstkreuz. Unvergessen bleibt sein Wirken im Harsewinkeler Stadtrat, dem der überzeugte Christdemokrat von 1969 bis 1994 angehörte. Er war dort 15 Jahre lang CDU-Fraktionssprecher und bekleidete von 1984 bis 1989 das Amt des ersten stellvertretenden Bürgermeisters. In diversen Ausschüssen war Petri, der sich stets als ein Mann des Ausgleichs profilierte, an zahlreichen Projekten beteiligt, die heute noch das Gesicht Harsewinkels prägen. Petri wurde 1924 in Beveren (Flandern) geboren. Nach der Flucht aus Kriegsgefangenschaft kam er zunächst nach Ostbevern. Auf Vermittlung des damaligen Neupriesters Josef Homeyer kam er 1956 zur Firma Claas und war dort wegen seiner vielfältigen Sprachkenntnisse zunächst in der Exportabteilung tätig.

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