Beliebter Kinderbuchautor: Boris Pfeiffer fühlte sich zwischen den Marienschülern pudelwohl. - © FOTO: NW
Beliebter Kinderbuchautor: Boris Pfeiffer fühlte sich zwischen den Marienschülern pudelwohl. | © FOTO: NW

Marienfeld Abenteuer einer Tierbande

Bestsellerautor Boris Pfeiffer begeistert Marienschüler / „Die drei Fragezeichen“

Marienfeld (NW). Alle Kinder der zweiten, dritten und vierten Klassen der Marienschule erlebten kürzlich eine spannende und unterhaltsame Lesung mit dem beliebten Kinderbuchautor Boris Pfeiffer. Organisiert wurde diese Lesung von Andrea Wiedenlübbert, der Leiterin der Bücherei Marienfeld. Finanziert wurde sie durch eine Spende des Jibi-Markts in Höhe von 550 Euro.

Durch die bekannte Kinderbuchreihe „Die drei Fragezeichen Kids“ ist Boris Pfeiffer bei vielen Kindern beliebt geworden. Den beiden zweiten und einer dritten Klasse der Marienschule stellte er jedoch eine andere Reihe vor: „Das Wilde Pack“. Er nahm die Kinder mit auf eine Reise zu den Abenteuern einer Tierbande. Diese Geschichte handelt von dem Zoo-Wolf Hamlet, dem das Fell über die Ohren gezogen werden soll. Durch die tatkräftige Unterstützung seines Gorillafreundes Barnabas entkommt Hamlet jedoch aus dem Zoo und begibt sich auf die Suche nach dem legendären wilden Pack, einer Gruppe von Tieren, die im Untergrund der Stadt lebt.

Information

100 Kinderbücher veröffentlicht

Die Kinder erfuhren, dass Boris Pfeiffer seit seinem 13. Lebensjahr Geschichten schreibt und dass er bisher mehr als 100 Kinderbücher und Theaterstücke veröffentlichte. An einem Buch schreibt er zwei bis sechs Monate. Zurzeit schreibt er einen neuen Band über die drei Fragezeichen Kids, der in der deutschen Bundesliga spielt.

Er arbeitet mit vielen Bundesligavereinen zusammen, die ihn in den letzten Monaten einluden, ihrem Nachwuchs vorzulesen. Dieser Einladung kam er mit Freude nach, da er selbst ein großer Fußballfan ist. Danach kam ihm die Idee, die drei Fragezeichen in der Bundesliga ermitteln zu lassen, wobei er jedem Verein ein eigenes Kapitel widmen wird.

Weiterhin erzählte er den Kindern, dass er bereits in Kolumbien, Australien und Afrika aus seinen Kinderbücher vorgelesen hat. Seine Geschichten schreibt er zu Hause in Berlin an einem alten Schreibtisch, den sein Großvater zimmerte und mit einem Geheimfach versah.

Boris Pfeiffer gelang es sofort, die Kinder mit seiner spannenden Geschichte zu fesseln. Durch lebhaftes Vorlesen und die Tatsache, dass er jedem Tier eine eigene Stimme gab, zog er alle Kinder in seinen Bann. Gemeinsam mit den Kindern erarbeitete der Autor den weiteren Verlauf der Geschichte. Zum Abschluss durften die Kinder ihn mit ihren vielen Fragen „löchern“, die er mit viel Geduld und Humor ehrlich beantwortete. Ähnlich erlebten es danach die Kinder der vierten und einer dritten Klasse, die „Die drei Fragezeichen Kids“ von Boris Pfeiffer kennenlernen durften.

Boris Pfeiffer ist einer der Autoren, die die kindgerechten Abenteuer der Detektive Justus Jonas, Bob Andrews und Peter Shaw verfassen. Seit 1999 gibt es diese Reihe für Kinder ab acht Jahre. Er las den Kindern aus dem Band „In letzter Sekunde“ vor. Darin geht es um die größte Kuckucksuhr der Welt, die für kurze Zeit in Rocky Beach zu bestaunen ist. Doch dann verschwindet die Uhr spurlos. Die drei Fragezeichen nehmen sodann die Ermittlungen auf.

Pfeiffer las zunächst einige Seiten aus seinem Buch vor – mit viel Betonung und Verve. Nach gut zehn Minuten machte er an einer besonders spannenden Stelle eine Pause: Justus war nämlich verschwunden. „Was könnte mit Justus passiert sein?“, fragte der Autor die Grundschüler. Sofort schnellten viele Arme in die Höhe und eine aufgeregte Diskussion entspann sich. Am Ende durften auch hier die Kinder den Autor mit Fragen „löchern“.

Zum Schluss bekam jedes Kind seine eigene Autogrammkarte. „Diese Lesung war ein besonderes Erlebnis für alle Kinder. So wecken wir die Lust und den Spaß am Lesen“, bilanzierte Büchereileiterin Andrea Wiedenlübbert diese gelungene Aktion. Und der zehnjährige Ben meinte: „Darauf habe ich mich jetzt sechs Monate gefreut. Es war klasse!“

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