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Ehe der Bus zum Stehen kam, knickte der Pfosten, Schilder und Zäune um. - © Marc Uthmann
Ehe der Bus zum Stehen kam, knickte der Pfosten, Schilder und Zäune um. | © Marc Uthmann

Halle Dramatischer Unfall: Busfahrer stirbt während der Fahrt

Der 76-Jährige ist auf dem Weg Richtung Autobahnauffahrt, als er zusammenbricht. Es folgen dramatische Momente. Der einzige Passagier versucht alles, um zu helfen. Alle Anstrengungen sind vergebens.

Marc Uthmann
13.06.2019 | Stand 13.06.2019, 09:05 Uhr

Halle. Es ist eine ganz normale Fahrt der Linie 89 Richtung Kölkebeck. Der Busfahrer ist gegen 15.45 Uhr auf der Alleestraße unterwegs, mit ihm an Bord lediglich ein Passagier: ein 15-jähriger Jugendlicher. Etwa auf Höhe der Einmündung zum Schlammpatt müssen die akuten gesundheitlichen Probleme des Versmolders beginnen. Er erleidet offenbar einen Zusammenbruch, kommt nach links von der Fahrbahn ab. Der Bus rammt Leitpfosten und Verkehrsschilder um, fährt schließlich noch ein Zaunelement direkt am Parkplatz neben dem Kreisverkehr nieder und kommt in einem Graben neben der Alleestraße zum Stehen. Der 15-Jährige bleibt bei diesem leichten Crash unverletzt, hat in der schlimmen Situation noch Glück, dass der nicht mehr kontrollierte Bus weder umkippt, noch in den Gegenverkehr rauscht. Der Jugendliche handelt geistesgegenwärtig Der Jugendliche handelt nach Angaben der Polizei bewundernswert schnell und geistesgegenwärtig: Er öffnet die hintere Bustür über den Notknopf, winkt mehrere vier Verkehrsteilnehmer heran, gemeinsam bringen sie den 76-jährigen Busfahrer in die stabile Seitenlage. Kurz darauf trifft die Notarztwagenbesatzung ein, mehr als 40 Minuten versuchen die Rettungskräfte, den Versmolder zu reanimieren. Letztlich haben sie keinen Erfolg, der Mann verstirbt am Unfallort. Der junge Ersthelfer wird von seinen Eltern vom Unfallort abgeholt; er soll sich in gewohntem Umfeld von den Ereignissen erholen. Vor Ort rekonstruiert die Polizei den Unfallhergang, erste Aufräumarbeiten beginnen bereits. Die Rettungskräfte warten auf die Kriminalpolizei, die auch kurz darauf eintrifft. Zwar ist angesichts der Umstände von einem internistischen Notfall auszugehen, doch wird das bei einem solchen Unfall ohne Fremdverschulden routinemäßig überprüft. Was zum Zusammenbruch des Mannes geführt hat, kann der Notarzt vor Ort erwartungsgemäß noch nicht sagen. Ob es eine Obduktion gibt, entscheidet in einem solchen Fall die Staatsanwaltschaft. Fragen, die angesichts der dramatischen Umstände in den Hintergrund rücken.

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