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Rund 700 Läufer nahmen am zweiten A33-Lauf teil. - © Melanie Wigger
Rund 700 Läufer nahmen am zweiten A33-Lauf teil. | © Melanie Wigger

Halle Testlauf für das vorletzte A33-Stück

Mehr als 700 Läufer geben Vollgas. Am 11. Januar soll das vorletzte Stück der ausgebauten Autobahn freigegeben werden

Dennis Bleck
06.01.2019 | Stand 06.01.2019, 16:46 Uhr |
Melanie Wigger

Halle. „Wunderschön", „einzigartig", „klasse" – Die mehr als 700 Teilnehmer waren sich einig: Superlative beherrschten den A33-Lauf. Auch der anhaltende Nieselregen hielt die vielen Sportler nicht davon ab, die Laufschuhe zu schnüren und wenige Kilometer über das neue Teilstück der Autobahn zu rennen. Überwältigt zeigte sich Organisator Eckhard Kleine-Tebbe. Zwar hat der Steinhagener mit einigen Startern geliebäugelt, dass der Andrang auf die fünf und zehn Kilometer langen Strecken aber so groß ist, „hätte er nicht erwartet", wie er vor dem Startschuss mit Mikrofon in der Hand zugab. Im selben Atemzug verkündete Kleine-Tebbe, dass der zweite Lauf nicht der letzte gewesen ist. Beim Dritten, kurz bevor der Lückenschluss der A33 vollzogen wird, soll es drei Strecken geben: fünf, zehn und 15 Kilometer. Einer, dem diese Neuigkeit Freude bereitete, war Jan Geisemeier. Der Solbader kam nach 18:14 Minuten ins Ziel, finishte den "Fünfer" als schnellster Altkreis-Sportler auf Rang zwei. Schon beim ersten Lauf im vergangenen Jahr ging Geisemeier an den Start. Dort wählte er die längere Distanz. „Beim nächsten Mal werde ich dann wohl über die 15 Kilometer starten – dann bin ich jede Distanz einmal gelaufen", sagte Geisemeier und schmunzelte. Schneller als der LC-Akteur war Axel Keil (SC Melle), der nach 18:03 Minuten die Ziellinie überquerte und für das Solbader Triathlon-Team startet. In Daniel Knoepke (18:42 Minuten) komplettierte ein weiterer LC-Sportler das Siegertreppchen, das bei den Frauen fest in Altkreis-Händen war. Katharina Kloppe (19:41 Min.), Malin Bruhns (21:42) und Sabine Engels (22:00) bescherten dem LC Solbad einen Dreifachtriumph. Michelle Rannacher ist einmal mehr die schnellste Frau Überhaupt war der größte Leichtathletik-Verein im Nordkreis mit mehr als 50 Teilnehmern zahlenmäßig stark vertreten. Etwas überraschend ist es daher, dass es keinem Solbader glückte, auch über die längere Distanz einen Platz auf dem Siegertreppchen zu erlangen. Dort triumphierte der Bielefelder Nils Brand in 35:31 Minuten. Zweiter wurde Jens Hiermayr (36:21 Min.), der wie Brand für den TuS Eintracht startet. In Ingmar Lundström (36:39 Min/DJK Gütersloh) komplettierte ein ehemaliger Hermannslauf-Sieger das Podium.Und genau diese prestigeträchtige Strecke ist das nächste Ziel des Eintrachter Duos. „Ich steige jetzt in die Vorbereitungen ein", sagte Brand. Hiermayr ergänzte: „Ich auch, um dann hoffentlich beim nächsten Rennen schneller zu sein, als Nils." Schnellste Frau über die zehn Kilometer war einmal mehr Michelle Rannacher. Wie weit die 23 Jahre alte Gütersloherin von ihrer Konkurrenz entfernt ist, beweist der Blick auf die Ergebnislisten. Auch wenn in Franziska Bossow ihre derzeit wohl stärkste Widersacherin nicht am Start war. Rannacher bewältigte den »Zehner« in 37:18 Minuten. Sonja Mayer aus Melle kam erst knapp sechs Minuten später ins Ziel (43:40 Min.) Dritte wurde Catalyn Ott (45:02 Min.) von den Teilzeitläufern Bielefeld. Schnellste Altkreis-Läuferin war Antje Strothmann (45:56 Min.) auf Platz fünf. Rannacher kommentierte: „Da merkt man erst einmal wie groß und breit so eine Autobahn ist - ein tolles Erlebnis." Der nächste Streckenabschnitt der A33 wird am Freitag, 11. Januar, freigegeben. Die Bauarbeiten auf der A33 zwischen den Anschlussstellen Künsebeck und Halle wurden bereits vor Weihnachten abgeschlossen. Tatsächlich sollte der Verkehr "aus betrieblichen Gründen" aber erst im nächsten Jahr rollen. "Wenn eine neue Strecke unter Verkehr genommen wird, gibt es immer Kinderkrankheiten", sagt Sven Johanning von Straßen.NRW. Die müssten gleich zu Beginn geheilt werden. Das sei während der Feiertage allerdings nicht zu gewährleisten gewesen.

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