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Gütersloh Kopfstand für Ostwestfalen

Wirtschaftsregion will bei der Expo Real mit dem "Spitzencluster" punkten

VON EIKE J. HORSTMANN
27.09.2013 | Stand 25.09.2013, 19:56 Uhr
Gregor Moss (v.l., WEGE Bielefeld), Eduard Sailer (Geschäftsführer Miele), Heinz Hillebrand (Bremer AG Paderborn), Kerstin Heß (WEGE Bielefeld), Rainer Venhaus (Wirtschaftsförderung Stadt Gütersloh), Annette Förster (Wirtschaftsförderung Paderborn) und Herbert Weber (OWL GmbH). - © FOTO: EIKE J. HORSTMANN
Gregor Moss (v.l., WEGE Bielefeld), Eduard Sailer (Geschäftsführer Miele), Heinz Hillebrand (Bremer AG Paderborn), Kerstin Heß (WEGE Bielefeld), Rainer Venhaus (Wirtschaftsförderung Stadt Gütersloh), Annette Förster (Wirtschaftsförderung Paderborn) und Herbert Weber (OWL GmbH). | © FOTO: EIKE J. HORSTMANN

Gütersloh. Mit dem Slogan "Ostwestfalen-Lippe – ganz oben in Nordrhein-Westfalen" rührt die Region OWL für sich die Werbetrommel. Dass der Platz an der Spitze nicht nur geografisch begründet ist und sich auch nicht nur auf NRW beschränkt, wollen die Städte Gütersloh, Paderborn und Bielefeld zusammen mit der OstWestfalenLippe GmbH auf der Immobilien-Messe "Expo Real" in München beweisen. Mit einem gemeinsamen Stand präsentieren sie die Region als "dynamischen Wirtschaftsstandort" – und wollen damit potenzielle Investoren nach OWL locken.

Bei der vom 7. bis 9. Oktober in München stattfindenden Expo Real ist laut dem Veranstalter die gesamte Immobilienbranche der Welt an einem Ort vertreten. Entsprechend seien die Partner die Immobilien- und Projektentwicklermesse als eine "gute Gelegenheit, um die Region als attraktiven Wirtschafts- und Technologieraum zu präsentieren."

Information

Expo Real in München

Die seit 1998 veranstaltete Fachmesse Expo Real ist die größte Messe für Immobilien und Investitionen in Europa.

Neben Gütersloh, Paderborn, Bielefeld und der OstWestfalenLippe GmbH sind weitere Partner vertreten.

Dies sind unter anderem die Wirtschaftsförderung des Kreises, die Stadt Rheda-Wiedenbrück und die Volksbank Gütersloh.

Die Kosten für den Stand belaufen sich auf rund 200.000 Euro.

Der Schlüssel dazu sei das Netzwerk "Intelligente Technische Systeme Ostwestfalen-Lippe", kurz "it's OWL". In diesem sogenannten "Spitzencluster" bündeln die in der Region ansässigen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen ihre Kompetenzen, um OWL als Wirtschaftsstandort zu stärken. Auch Miele ist in dem Cluster vertreten – und das ganz bewusst. "Wir brauchen als innovatives Unternehmen Fachkräfte, um an der Spitze bestehen zu können", sagt Miele-Geschäftsführer Eduard Sailer. Durch die Vernetzung und auch durch den gemeinsamen Auftritt bei der Expo Real unter dem Schlagwort "Spitzenclusterregion" würde die Leistungsfähigkeit deutlich sichtbar herausgestellt – und Ostwestfalen-Lippe für Fach- und Führungskräfte attraktiver. "Wir versprechen uns dadurch zusätzliche Aufmerksamkeit", sagt Herbert Weber von der OWL GmbH.

Die dürfte den Ostwestfalen indes auch schon von der Lage ihres als Marktplatz konzipierten, rund 120 Quadratmeter großen Standes sicher sein. "Wir haben einen Kopfstand, direkt an einem der Haupteingänge der Messe", erläutert Kerstin Heß von der WEGE Bielefeld. Hier sollen die Entscheider der Immobilienbranche gleich zum Beginn ihres Expo-Besuches ein Bild von der Region und den dort vorhandenen Möglichkeiten machen.

Gütersloh will sich laut Rainer Venhaus, Wirtschaftsförderer der Stadt, als "kleines Kraftpaket" und als Standort mit hoher Branchenkompetenz präsentieren. "Die Messe bietet ideale Bedingungen, wir treffen auf geballte Fachkompetenz", sagt Venhaus. "Da ist ein Mitmischen Pflicht für Gütersloh." Die Nachfrage nach Gewerbeflächen in der Stadt sei schon jetzt sehr hoch, aktuell könnten nicht allen Anfragen von Investoren ein Angebot unterbreitet werden. Allerdings sei das Immobiliengeschäft ein auf lange Fristen ausgelegtes Geschäft, in dem man perspektivisch denken müsse. Und auch wenn die verfügbaren Flächen knapp seien, habe Venhaus "noch einiges im Köcher", was er mit nach München nehmen wolle. "Ob Gewerbeflächen im Gewerbepark B61 im Bereich der Osnabrücker Landstraße oder am Hüttenbrink: Gütersloh hat einiges zu bieten", so der Wirtschaftsentwickler. Auch das Areal am Flughafen könne nach dem Abzug der Briten Möglichkeiten für Gewerbeflächen bieten.

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