Gütersloh Fachtagung zur Medizin im Museum

Experten tagen vom 5. bis zum 7. Juli in Gütersloh / Ausstellung zum Thema Blut wird Freitag eröffnet

Ob bei den Kreuzigungsmalen Jesu oder in der Literatur Blut spielt auch in der Kultur eine wichtige Rolle. Am Freitag , 5. Juli, wird eine Ausstellung zum Thema im Stadtmuseum eröffnet.
Ob bei den Kreuzigungsmalen Jesu oder in der Literatur Blut spielt auch in der Kultur eine wichtige Rolle. Am Freitag , 5. Juli, wird eine Ausstellung zum Thema im Stadtmuseum eröffnet.

Gütersloh (NW). Das Symposium "Medizinhistorische Museologie" gilt als das wichtigste deutschsprachige Forum im Fach. In diesem Jahr steht es unter dem Motto "Ubi caritas..." - Medizin und Krankenpflege als diakonische Aufgaben". Mit Vorträgen, Workshops, Filmen und einer Ausstellung wird das Thema im Stadtmuseum auf vielfältige Weise beleuchtet.

Die im Christentum verankerte Nächstenliebe führte dazu, dass Mitglieder beider Konfessionen seit jeher auch Kranke und Verletzte pflegten. So spielten die Diakonie, krankenpflegende Ordensgemeinschaften und die Pfarrcaritas eine wichtige Rolle bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung.

Information

Programm

Das Symposium beginnt am Freitag, 5. Juli, um 12.30 Uhr und endet am Sonntag, 7. Juli, um 15.30 Uhr.

Tagungsorte sind das Stadtmuseum Gütersloh (Freitag und Sonntag), sowie das Hauptarchiv Bethel in Bielefeld (Samstag).

Eingeladen sind haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter von medizin-, pharmazie-, und pflegegeschichtlichen Museen und Sammlungen

Es sind noch Restplätze frei, Anmeldungen nimmt das Stadtmuseum entgegen, Infos unter www.stadtmusum-guetersloh.de. Der Tagungsbeitrag beträgt 30 Euro.

Das 23. Symposium, das nach Stationen in Berlin, Bochum, Dresden und Ingolstadt in diesem Jahr im Stadtmuseum tagt, widmet sich dem Thema aus verschiedenen Perspektiven.

Traditionell handelt es sich bei dem Symposium nicht um eine rein wissenschaftliche Fachtagung, sondern auch um eine lockere Arbeitsgemeinschaft, in der Projektideen und laufende Arbeiten diskutiert werden können.

Zum Auftakt der Veranstaltung führt Dr. Rolf Westheider vom gastgebenden Stadtmuseum am Freitag, 5. Juli, um 14.30 Uhr in das Thema ein. Im Anschluss referiert Dr. Annett Büttner über das Kaiserwerther Pflegemuseum. Inhaltlich wird sie dabei sowohl auf die Entstehung, als auch auf Aufbau und Resonanz eingehen. Am Nachmittag geht es unter dem Titel "Lernen im Museum" um die Integration eines Schüler-Röntgenlabors in die Ausstellungen des Deutschen Röntgenmuseums. Am Samstag, 6. Juli, besichtigen die Symposiums-Gäste unter anderem das Miele-Museum. Weiter geht es im Hauptarchiv der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel: Dort hält Prof. Dr. Thomas Schnalke einen Vortrag zu den Empfehlungen des deutschen Museumsbundes zum Umgang mit menschlichen Überresten (14 Uhr).

Anschließend steht unter anderem ein Workshop zum Thema "Mensch und Krankheit im Archiv - Arbeit mit historischen Patientenakten" auf dem Programm. Am Sonntag, 7. Juli, folgt ein weiterer Höhepunkt: Die Symposiums-Begründerin Christa Habrich hält einen Vortrag mit dem Titel "Leibsorge um der Seele willen" (9.30 Uhr). Um 11.45 Uhr wird ein gemeinsames Résumé gezogen.
Im Rahmen des Symposiums wird am Freitag um 18 Uhr die Ausstellung "Blut-Werte - Zur Geschichte einer existentiellen Flüssigkeit" im Stadtmuseum eröffnet. Sie möchte sich auf Spurensuche begeben und den verschiedenen Facetten des Blutes nachspüren. Schließlich ist Blut eines der kraftvollsten Symbole der Menschheit. Es steht für Macht und spielt eine tragende Rolle im Glauben.

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