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Gütersloh Sparkasse baut großzügig aus

Heimisches Geldinstitut investiert zehn Millionen Euro in die Hauptstelle / Stadt zieht als Mieterin ein

VON LUDGER OSTERKAMP
02.03.2013 | Stand 28.02.2013, 20:32 Uhr
Bürgermeisterin Maria Unger, Architekt Walter Hauer und Sparkassen-Vorstand Jörg Hoffend (v.l.). Die von ihnen präsentierte Ansicht zeigt, wie nah der Neubau ans Rathaus rückt. - © FOTOS: RAIMUND VORNBÄUMEN
Bürgermeisterin Maria Unger, Architekt Walter Hauer und Sparkassen-Vorstand Jörg Hoffend (v.l.). Die von ihnen präsentierte Ansicht zeigt, wie nah der Neubau ans Rathaus rückt. | © FOTOS: RAIMUND VORNBÄUMEN

Gütersloh. Die Sparkasse hat gestern ihre Baupläne für die Erweiterung der Hauptstelle am Konrad-Adenauer-Platz präsentiert. Demnach zieht die Sparkasse im Winkel von Eickhoff- und Friedrich-Ebert-Straße einen gestaffelten, bis zu 16 Meter hohen Neubau hoch. Einen Teil des Gebäudes mietet die Stadt an.

Insgesamt wird die Sparkasse zehn Millionen Euro investieren. 5,4 Millionen Euro entfallen auf den Neubau, 4,6 auf die Sanierung der Altbauten. Das heimische Geldinstitut strebt an, Ende 2016/Anfang 2017 mit allem durch zu sein. Zunächst werde der Neubau samt neuer Tiefgarage errichtet, danach sei der Altbestand dran.

"Wir haben ja schon mehrmals gesagt, dass wir hier Großes vorhaben", sagte Vorstandssprecher Jörg Hoffend. "Nun ist das Große noch etwas größer geworden." Hoffend sagte, die Investition sei zukunftsgerichtet, da die Sparkasse zugleich Reserveflächen für sich schaffe. Bürgermeisterin Maria Unger lobte das Projekt als "Zugewinn für die Stadt". Für die Stadtverwaltung eröffne der Neubau die Möglichkeit, zwei alte, teils marode Gebäude mit hohem Unterhaltungsaufwand abzustoßen und neue, moderne Büroräume flexibel und bedarfsgerecht anzumieten. Etwas weiter entfernt liegende Fachbereiche könnten näher ans Rathaus rücken, die Stadt an anderer Stelle angemietete Objekte kündigen.

Architekt Walter Hauer sprach von einer Aufwertung des gesamten Quartiers. Der Neubau schließe den Block und setze einen neuen, städtebaulichen Akzent. Nach den vorliegenden Plänen entstehen zwei Gebäudeflügel: Einer erstreckt sich entlang der Eickhoff- bis zur Friedrich-Ebert-Straße, der andere entlang der Friedrich-Ebert-Straße bis nah ans Rathaus II. Die beiden Flügel zweigen ab von einem hochragenden Eckhaus, das mit 16 Metern Höhe nur einen Meter niedriger als die Volksbankzentrale auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist. Das ehemalige Katczynski-Haus Eickhoffstraße 29 und die beiden städtischen Häuser 31 und 33 werden abgerissen.

Mit den Neubauten werden 2.750 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen. Nur 650 davon - das Erdgeschoss entlang der Eickhoffstraße und Teile des Obergeschosses - nutzt die Sparkasse selbst, den Rest vermietet sie: 1.500 Quadratmeter an die Stadt, 600 an externe, noch nicht feststehende Mieter. Zum Vergleich: Bislang bietet die Sparkassen-Hauptstelle 8.000 Quadratmeter Nutzfläche.

Die neue Tiefgarage ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Die Zufahrt erfolgt über die Friedrich-Ebert-Straße, in etwa dort, wo derzeit einige oberirdische Parkplätze für Rathausbedienstete liegen. Die Tiefgarage wird rund 60 Stellplätze bieten, hinzu kommen die 45 Plätze aus der bestehenden, über die Eickhoffstraße anzufahrenden Tiefgarage. Ob die Zufahrt dort bleibt, steht noch nicht fest.

Die Fassade des Neubaus wird aus Klinker-/Mauerziegel und kalkfarben ein. Architekt Hauer sagte, sie werde wertig aussehen, aber nicht pompös. Dass der Sparkassenneubau optisch mit dem Volksbankgebäude interagiere, sei kein Zufall, sondern beabsichtigt.

Der Bauverantwortliche der Sparkasse, Hans-Peter Grabke, sagte, er rechne mit dem Baubeginn gegen Ende des Jahres. Als Bauzeit seien 15 Monate veranschlagt. Erst danach werde mit der energetischen Sanierung des Altbestandes begonnen. Dies habe den Vorteil, dass die Sparkasse während der Bauarbeiten innerhalb ihres Hauses umziehen können und es nicht erforderlich sei, wie vor einigen Jahren vorüberhend in Container umzuziehen.

Saniert werden laut Architekt Hauer jene Gebäudebestandteile der Hauptstelle, die aus den 60er und 70er Jahren stammen. Die Schalterhalle von 1992/93 falle nicht darunter. Sie habe eine Sanierung noch nicht nötig.

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