Zu ihrer öffentlichen Feier kann Maria Unger mit Nicolai Czekala ein zweites Geburtstagskind begrüßen – der Neunjährige war mit seiner Großmutter im Gütersloher Theater. - © FOTOS: HOLGER KOSBAB
Zu ihrer öffentlichen Feier kann Maria Unger mit Nicolai Czekala ein zweites Geburtstagskind begrüßen – der Neunjährige war mit seiner Großmutter im Gütersloher Theater. | © FOTOS: HOLGER KOSBAB

Gütersloh Der 60. Geburtstag oder ein Empfang für alle

Bürgermeisterin Maria Unger feiert in der Skylobby des Theaters - und Gütersloh gratuliert

VON HOLGER KOSBAB

Gütersloh. Wer kommt, der kommt: Diese Regelung hat schon so manche WG-Party gesprengt. Zu einem 60. Geburtstag ist dieser Ansatz jedoch eher selten. Doch Maria Unger hat alles richtig gemacht. Gestern feierte sie mit allen Güterslohern, die ihr, der Bürgermeisterin, ganz bürgernah und ganz locker mal die Hand schütteln wollten.

An diesem Tag in der Skylobby des Theaters - Ungers Lieblingsort in Gütersloh - gab’s nur Gratulanten. Darunter war auch Nicolai Czekala, seit gestern neun Jahre alt und ein zweites Geburtstagskind. Mit seiner Großmutter war er bei der öffentlichen Geburtstagsfete. Genauso wie zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Ungers Familie. Tochter Anke mit Ehemann Mario Alexander Unger und Enkelin Anna sowie Sohn Carsten. Ungers Ehemann Manfred durfte dabei genauso viele Hände schütteln, wie sie selbst.

Politische Rivalitäten waren dabei passé. Blumen von der FDP, kein Problem. "Für meine Freundin Maria", sagt Wolfgang Büscher, Fraktionsvorsitzender der Liberalen im Stadtrat und drückt das Stadtoberhaupt mit SPD-Parteibuch. Büscher nutzt als Lehrer am Städtischen Gymnasium die Gunst einer Freistunde. Sein Chef, Siegfried Bethlehem (SPD-Fraktionsvize), kam später. Auch von der CDU - Fraktionschef Heiner Kollmeyer, Raphael Tigges und

Bürgermeister-Vertreterin Monika Paskarbies - wird Unger geherzt.
Ein Herz hat die jecke Unger für den Kattenstrother Karnevals-Club, der genauso alt ist wie sie selbst und dessen Mitglieder Werner Brüggemann und Reimund Horenkamp die Vereinsglückwünsche überbrachten. Nahezu närrisch war Unger dann auch, als sie Finchen Stüwe und Helga Weissenberg sah. Friedhelm Rachner, Leiter des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums, war in einer Unterrichtspause die wenigen Meter zum Theater geeilt. Für Sparkassenvorstand Jörg Hoffend war es "der Höhepunkt des Tages", Unger an sich zu drücken.

Stadtmarketing-Chef Jan-Erik Weinekötter hatte ein Brettchen fürs morgendliche Schnittenschmieren dabei mit dem Aufdruck: "Hier komme ich wech! Gütersloh". Denn nach 35 Jahren geht die gebürtige Triererin zweifelsfrei als Gütersloherin durch. Vielleicht erlebt das Brettchen seine Premiere beim Anschnitt der Jubiläums-60 von Bäcker Axel Glasenapp. Glückwünsche zum Anbeißen überreichte auch Gabriele Conert, Kuratoriumsmitglied der Bürgerstiftung Gütersloh und McDonalds-Inhaberin.

"Während sie es als Bürgervertreterin gewohnt sei, im Rampenlicht zu stehen, so sei dies in ihrer Rolle als Privatperson etwas anders", sagte Unger. Doch sie meisterte diese Aufgabe. Ihr lockerer Empfang war für sie dabei wohl die erste Veranstaltung seit langem ohne Rede. Darum hatte sie ausdrücklich gebeten. So gab es auch, als Joachim Martensmeier, Mitglied der Verwaltungsspitze, das Mikro in die Hand nahm, lediglich eine knappe Ansage zu einem Auftritt der Schüler der Grundschule Nordhorn. Ihr Thema? Sich Zeit zu nehmen für die Dinge, die einem wichtig sind. Dazu zählt ganz gewiss ein Geburtstag.

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