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GÜTERSLOH Whisky gehört auf den Teller

Graham Harvey und seine Frau Sheila McConachie kochen mit der edlen Spirituose

VON KATHARINA BÄTZ
05.06.2012 | Stand 04.06.2012, 21:42 Uhr
Meisterkoch Graham Harvey verfeinert das Duo vom Räucherlachs mit Whiskyschaum, hergestellt aus Milch und einem zehnjährigen Laphroaig. - © FOTO: KATHARINA BÄTZ
Meisterkoch Graham Harvey verfeinert das Duo vom Räucherlachs mit Whiskyschaum, hergestellt aus Milch und einem zehnjährigen Laphroaig. | © FOTO: KATHARINA BÄTZ

Gütersloh. Egal ob Glen Moray, Arran Malt oder Abelour: Der Schotte Graham Harvey liebt Whisky. Und das so sehr, dass bei ihm die edlen Spirituosen nicht nur im Glas sondern auch auf dem Teller landen. Zusammen mit Ziegenkäse, Steak und Toffee Pudding serviert er sie in der neu eröffneten "Whisky Kitchen".

Graham Harvey und seine Frau Sheila McConachie sind Meisterköche. Sie haben die Whisky-Menüs in allen Variationen zunächst nach Bielefeld-Brackwede und anschließend nach Gütersloh gebracht - als Partner des Classic-Hotel Wiebracht.

Zum Kochen benutzt das Ehepaar etwa 70 verschiedene Whiskys, gereift in Eichenfässern. "Für jedes Gericht gibt es einen, der optimal dazu passt", sagt Harvey. Für Fleischsaucen sei das beispielsweise Glenfarclas mit einer würzigen Note. Zu süßen Nachspeisen passe hingegen Abelour, der perfekt für ein fruchtiges Dessert sei. "Der passende Whisky macht ein gutes Gericht zu einem ausgezeichneten", ist Harvey überzeugt.

Die sogenannten Lebenswasser, die er und seine Frau verwenden, stammen ausschließlich aus Schottland. In der Region Speyside, in der die beiden auch heute noch ein Restaurant betreiben, befinden sich mehr als 50 Brennereien. "Fast die Hälfte des gesamten Landes", sagt Harvey.

Trotz der großen Bandbreite an Geschmacksnuancen, die die Whiskys aus Speyside aufweisen, kommen die edlen Spirituosen für das Restaurant auch aus anderen Regionen Schottlands. Harvey: "Rauchige und torfige Whiskys sind sehr schwer zu finden, sie bekommen wir deswegen von der Insel Islay." Die genaue Dosierung dieser kräftigen Whiskys ist nicht leicht. Damit der Geschmack eines Menüs nicht verfälscht wird, ist höchste Vorsicht geboten. "Aber wenn die Dosierung stimmt, schmecken damit scharfe Gerichte besonders gut."

Graham Harvey und Sheila McConachie ist es besonders wichtig, den ursprünglichen Geschmack eines Gerichtes nicht zu verfälschen: "Wir wollen ihn nicht wegnehmen, sondern ergänzen und verstärken", sagt Harvey. Und obwohl die beiden Schotten schon seit langen Jahren täglich mit Whisky kochen, vergeht ihnen nicht die Lust auf die Spirituose. Ganz im Gegenteil. Die beiden sind sich einig: "Wir lieben Whisky - das ist das beste schottische Produkt."

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