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GÜTERSLOH Sein Herz schlägt fürs Rote Kreuz

Rainer Frenz engagiert sich seit seinem zwölften Lebensjahr beim DRK

VON ROLF BIRKHOLZ
14.06.2011 | Stand 13.06.2011, 20:02 Uhr
Rainer Frenz wurde zum Weltblutspendertag nach Berlin eingeladen. - © FOTO: BIRKHOLZ
Rainer Frenz wurde zum Weltblutspendertag nach Berlin eingeladen. | © FOTO: BIRKHOLZ

Gütersloh. Der Mann ist in diesen Tagen gar nicht so leicht zu erwischen. Bei den Gerry Weber Open in Halle gehört er seit Beginn, seit 18 Jahren, zum Stammpersonal, wenn auch als Rot-Kreuz-Helfer am Spielfeldrand. Und in dieser Woche folgen drei Tage in Berlin. Dort steht Rainer Frenz allerdings im Mittelpunkt: Am heutigen Weltblutspendertag wird der Gütersloher mit anderen verdienten Blutgebern und Ehrenamtlichen des DRK aus ganz Deutschland für seinen Einsatz geehrt.

Und der währt bereits seit 33 Jahren. Eher durch Zufall sei er als Jugendlicher zum Deutschen Roten Kreuz gekommen, erinnert sich der 45-Jährige im DRK-Quartier an der Kaiserstraße. Sich fürs Gemeinwohl zu engagieren sei ihm aber sozusagen in die Wiege gelegt worden, seine Eltern hätten ihn zu sozialem Verhalten erzogen.

Inzwischen gehört er zu den bekanntesten Köpfen der DRK-Helfer in Stadt und Kreis. Seit 15 Jahren arbeitet der Leiter der Gütersloher Rotkreuz-Gemeinschaft, der Zugs der Aktiven, auch auf Kreisebene mit, koordiniert unter anderem die Einsätze bei Blutspendeterminen. Da ergeben sich auch Berührungspunkte mit seinem Beruf.

So war Rainer Frenz als Fachkrankenpfleger für Klinikhygiene am Sankt Elisabeth-Hospital in den vergangenen Wochen, als der Ehec-Keim für Verunsicherung sorgte, besonders gefordert. Dass bei den regulären Terminen im Hospital und in Rheda-Wiedenbrück zuletzt mehr Blutspender als sonst gezählt worden seien, hängt für den Rotkreuzler auch mit den Nachrichten über Ehec zusammen. Tatsächlich seien infolge der Behandlung der Patienten mit Blutplasma die Bestände massiv geschrumpft.

Beruf und Ehrenamt berühren einander, sind aber auch klar getrennt. Zwar finden die meisten Dienste nach Feierabend oder an Wochenenden statt, so wie 2005 der Weltjugendtag mit dem Papst in Köln. Bei diesem "größten Sanitätseinsatz, den es in Deutschland je gegeben hat", waren auch Frenz und einige Kollegen drei Tage und Nächte am Ort, wenn sie es auch zum Glück nicht mit vielen Notfällen zu tun hatten. Doch für Veranstaltungen wie das Tennisturnier in Halle, "da muss man schon eine Woche Urlaub nehmen."

Erkennen die Bürger den Freizeitdienst für andere auch genügend an? "Toll, dass du das machst", das bekomme man schon einmal zu hören. Aber auch die Frage: "Was kriegst du denn dafür?" Doch ein hübsches "Beigeld", wie manche vermuteten, gebe es nicht, sagt Frenz. Aber das gibt’s: Neulich kam beim Turnier in Halle ein Mann, den die Rotkreuzhelfer voriges Jahr nach einem Herzinfarkt erstversorgt hatten, und zeigte ihnen dankbar, dass es ihm wieder gut ging. Das sind für Rainer Frenz "die Momente", die motivieren. "Da weiß man: Deswegen bin ich dabei."

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