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Gütersloh Vermisste 29-Jährige sicher in New York

Polizei stellt Ermittlungen trotz offener Fragen ein

26.08.2010 | Stand 25.08.2010, 20:44 Uhr

Gütersloh (ton). Margarete Hutta, die vermisste 29-jährige Frau aus Gütersloh, hält sich tatsächlich in New York auf (die NW berichtete). Das deutsche Generalkonsulat in der Stadt teilte der Gütersloher Polizei mit, dass sie freiwillig und in guter Gesundheit die Auslandsvertretung besucht habe. Die Polizei schließt deswegen ihre Akten in dem Fall - obwohl ein Rätsel ungeklärt bleibt.

Hutta war am Dienstag der vergangenen Woche im Konsulat erschienen und hatte erklärt, dass sie ihr Ticket für den Rückflug nach Deutschland verloren habe. Als die Mitarbeiter genauer nachfragten, korrigierte sie sich und gab zu, dass sie ursprünglich in die USA auswandern wollte.

Die junge Frau sagte, sie habe es sich nun anders überlegt und wolle zurück nach Deutschland reisen, ihr fehle nur das Geld. Sie wolle ihre Mutter oder ihre Schwester, mit denen sie seit längerem keinen Kontakt habe, weder kontaktieren noch um Geld bitten. Zur Zeit wohne sie bei polnischen Bekannten. Die Mitarbeiter des Konsulats berichteten, Margarete Hutta habe klar und in guter Verfassung gewirkt. Man habe ihr erklärt dass sie die USA spätestens am 2. September wieder verlassen muss.

Die Gütersloher Polizei teilte mit, dass Hutta als Erwachsene das Recht habe, sich dort aufzuhalten, wo sie wolle. Margarete Hutta gelte deswegen nicht mehr als vermisst. Josefine Hutta, die Mutter der Vermissten, sagte, es sei eine "gute Nachricht", dass ihre Tochter nun wieder aufgetaucht sei.

Offen bleibt, warum die Polizei Düsseldorf fälschlicherweise ermittelte, Margarete Hutta sei bereits am 11. Juni wieder in Deutschland gelandet. Dies galt bislang als Anhaltspunkt dafür, dass sie verschwunden war. "Das ermitteln wir nicht weiter", sagte Corinna Koptik, Pressesprecherin der Polizei Gütersloh, auf Nachfrage.

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