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Gretchen Haase (Diana Amft) und Schwester Sabine (Annette Strasser, r.) helfen, wo Not am Patienten ist - brauchen aber selbst Hilfe in Liebesdingen. Auf dem Bild hat Dr. Haase das Stethoskop abgelegt, das sie bei der Arbeit in ihrer Berliner Klinik anfangs demonstrativ um den Hals trägt, um nicht für eine Krankenschwester gehalten zu werden. - © FOTO: RTL
Gretchen Haase (Diana Amft) und Schwester Sabine (Annette Strasser, r.) helfen, wo Not am Patienten ist - brauchen aber selbst Hilfe in Liebesdingen. Auf dem Bild hat Dr. Haase das Stethoskop abgelegt, das sie bei der Arbeit in ihrer Berliner Klinik anfangs demonstrativ um den Hals trägt, um nicht für eine Krankenschwester gehalten zu werden. | © FOTO: RTL

"Ich kann kein Blut sehen"

INTERVIEW: Diana Amft über ihre Arztserie "Doctor’s Diary" und ihre Heimat OWL

31.07.2009 | Stand 30.07.2009, 21:03 Uhr

Gütersloh. Diana Amft wuchs als Tochter eines Hausmeisters in Herzebrock-Clarholz auf. Heute spielt sie die angehende Berliner Chirurgin Gretchen Haase in der RTL-Arztserie "Doctor’s Diary". NW-Mitarbeiter Jan Rößmann verriet die 33-Jährige, warum sie sich im Kreis Gütersloh immer noch zuhause fühlt – und warum Frauen auf miese Typen stehen.

Frau Amft, damit Sie wissen, mit wem Sie sprechen: Ich bin Journalist der Neuen Westfälischen, einer Tageszeitung, die im Osten von NRW erscheint.
DIANA AMFT: Die Neue Westfälische kenne ich sehr gut. Meine Oma aus Herzebrock freut sich sicher besonders über das Interview.

Apropos Oma. Fühlen Sie sich im Kreis Gütersloh noch zuhause?
AMFT: Natürlich. Ich bin hier groß geworden und komme so oft wie möglich zwischen den Dreharbeiten und in den Ferien hierher. Ich gehe dann in Herzebrock spazieren und treffe Familie und Freunde. Das ist die absolute Entspannung für mich nach der Arbeit in Berlin oder Köln.

Welche Jugenderinnerungen haben Sie an Herzebrock?
AMFT: Es war so schön ländlich bei uns. Ich denke zum Beispiel an die Schneckenrennen mit meinem Bruder. Viele unserer Nachbarskinder hatten Pferde, deshalb sind wir oft mit ihnen in die Wälder ringsherum ausgeritten. Später, als Jugendliche, wollte ich Stadtluft schnuppern und war oft mit dem Bus in Gütersloh mit Freundinnen einkaufen, im Freibad oder Kino.

Waren Sie als junges Mädchen auch ein Außenseiter wie Gretchen Haase in Doctor’s Diary – etwas runder und mit Zahnspange und Hornbrille?
AMFT: Ich hatte auch eine Zahnspange und eine mindestens genauso hässliche Brille. Die fand’ ich damals aber total stylisch, denn mit einer Zahnspange gehörte man schon zu den Teenagern. Prinzessin wollte ich aber nicht werden, ich hab’ mich zu Karneval lieber als Indianer verkleidet.

Indianer sind ja auch viel mutiger als Prinzessinnen. Braucht man diese Eigenschaft, um als Tochter eines Herzebrocker Hausmeisters zum Fernsehstar zu werden?
AMFT: Geholfen hat mir vor allem der Glaube, dass man alles schaffen kann, wenn man nur damit anfängt. Aber ich hatte auch harte Zeiten und bin oft beim Vorsprechen für diverse Schauspielschulen durchgefallen. Nach der Zusage aus München bin ich aber ’raus in die weite Welt. In Bayern kannte ich anfangs ja keine Menschenseele.

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