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Schüler haben vor dem Rathaus auf das große Müll-Aufkommen in der Stadt aufmerksam gemacht. Bürgermeister Norbert Morkes war mit von der Aktion. Fotos: Lea Maria Kroker - © Lea Maria Kroker
Schüler haben vor dem Rathaus auf das große Müll-Aufkommen in der Stadt aufmerksam gemacht. Bürgermeister Norbert Morkes war mit von der Aktion. Fotos: Lea Maria Kroker | © Lea Maria Kroker

Immer mehr Unrat in der Stadt Hunderte Schüler laden säckeweise Müll vor dem Gütersloher Rathaus ab

Sie wollen auf die zunehmende Müllproblematik in der Stadt und an den Schulen aufmerksam machen. Unterstützung erhalten sie von Bürgermeister Norbert Morkes.

Lea Maria Kroker
07.09.2022 , 19:30 Uhr

Gütersloh. Hunderte Schüler haben sich zuletzt auf den Weg zum Gütersloher Rathaus gemacht, um auf dem Konrad-Adenauer-Platz säckeweise Müll abzuladen. Mit der Stern-Müllsammelaktion machten sie unter tatkräftiger Hilfe von Bürgermeister Norbert Morkes im Rahmen der Klimawoche auf die Müllproblematik in der Stadt und an den Schulen aufmerksam.

„Zum ersten Mal haben sich fünf Schulen aus Gütersloh zusammen geschlossen, um bei der Aktion auf das Müllaufkommen in der Stadt aufmerksam zu machen“, erklärt Felix Kupferschmidt, einer der Mitorganisatoren der Klimawoche. Organisiert wurde die Aktion von Elke Wenzel (Anne Frank Gesamtschule) und ihrem Team um Anna Kötter, Sandra Dönnecke, Timo Ostermeier und Michaela Dierkes.

Bürgermeister Morkes gerät ins Staunen

Von den einzelnen Schulen marschierten die Teilnehmer gruppenweise zum Rathaus. Unterwegs sammelten sie dabei Abfall und Unrat von den Wegen auf. Auch Bürgermeister Norbert Morkes beteiligte sich und geriet ins Staunen. „Ich bin gemeinsam mit den Schülern von der Anne-Frank-Schule bis zum Rathaus gelaufen. Dabei hat mich vor allem der Müll an den Schulen überrascht“, gestand der 71-Jährige. Ein Grund dafür sei ein fehlendes Mülltrennungssystem, was von den Schulen ebenfalls bemängelt wurde.

Neben dem Bürgermeister kamen auch die Schüler zu Wort. Sie forderten eine noch größere Unterstützung von der Stadt. „Wir wünschen uns mehr Grünflächen und eine Solarheizung“, sagte ein Schüler der Grundschule Pavenstädt. Auch an ihre Mitschülern appellierten einige. „Mehr Schüler sollen mit dem Fahrrad anstelle des Autos kommen“, forderte eine Schülerin des Stiftischen Gymnasiums.

Müllberg sammelt sich innerhalb einer halben Stunden an

Der große Müllberg, der sich am Rathaus angesammelt hatte, kam in kurzer Zeit zustande. Nur eine halbe Stunde habe die Wanderung gedauert, um die Berge von Müll zu bilden, erklärt die Klima-Aktivisten Anette Klee. Später sollten die Säcke von der Müllentsorgung mitgenommen werden. Um zu symbolisieren, dass der Klimawandel alle betrifft, führte die Grundschule Pavenstädt den Song „We are the world“ auf. Der Songtext wurde mithilfe von QR-Codes verteilt, um nicht Unmengen von Papier zu verschwenden.

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