"Für mich war der Gedanke unerträglich, dass dieser Zustand tagelang anhält", schildert der Gütersloher Künstler und beginnt spontan, die Steine zu säubern. - © Christian Bröder
"Für mich war der Gedanke unerträglich, dass dieser Zustand tagelang anhält", schildert der Gütersloher Künstler und beginnt spontan, die Steine zu säubern. | © Christian Bröder
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Jüdische Gedenksteine verschmutzt: "Der Dank gilt den Steine-Schrubbern"

Der Vorfall gibt Anlass, über die Wichtigkeit im Umgang mit Antisemitismus und Alltagsrassismus nachzudenken. Im Kleinen, da fängt es an. Gerade in einer eher ruhigen, kleinen Großstadt wie Gütersloh. Ein Kommentar.

Christian Bröder

Gütersloh. Nein, in Gütersloh flog dieser Tage nicht ein einziger Stein auf Synagogen. Schon klar, schließlich gibt es hier kein derartiges Gebäude. Es sind auch keine Fahnen mit dem Davidstern verbrannt oder Pro-Palästina-Demos veranstaltet worden. Und „Scheiß Juden"-Rufe hallten markerschütternd in einigen Metropolen, aber nicht hier. Hier, in der kleinen Großstadt, sind in der vergangenen Woche drei Stolpersteine in Gedenken an jüdische Holocaust-Opfer mit blauer Farbe besudelt worden. Was ist das schon, könnte man sich fragen...

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