Kurz und unscheinbar: Der Nettelbeckweg in Gütersloh. Soll hier weiterhin ein Profiteur des Sklavenhandels und Militarist geehrt werden? - © Andreas Frücht
Kurz und unscheinbar: Der Nettelbeckweg in Gütersloh. Soll hier weiterhin ein Profiteur des Sklavenhandels und Militarist geehrt werden? | © Andreas Frücht
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Muss nach der Mohren-Apotheke auch der Nettelbeckweg umbenannt werden?

Philosoph Urs Lindner hat die Debatte um die Apotheke verfolgt. Gegen die Verwendung rassistischer Begriffe helfe nur Aufklärung. Weil der Nettelbeckweg nach einem Profiteur des Sklavenhandels benannt wurde, mächte er auch diesen umbenannt wissen.

Matthias Gans

Die Umbenennung der M-Apotheke hat in Gütersloh hohe Wellen geschlagen und eine intensive Debatte etwa auf der Facebookseite von NW Gütersloh ausgelöst. Die überwiegende Mehrheit findet eine Umbenennung unnötig. Überrascht Sie das? Urs Lindner: Nein, die Reaktion ist durchaus typisch für die Mehrheitsgesellschaft. Dazu fällt mir ein schönes Zitat des Roma-Aktivisten Gianni Jovanovic ein: Was mich nicht verletzt, kann auch für andere nicht verletzend sein. Diese Haltung finden wir in dieser Reaktion wieder. Viele halten die Diskussion angesichts „wirklicher Probleme" für irrelevant...

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