„Verraten und verkauft" ist der Titel des Buches, in dem Siegfried Wolff seine DDR-Erfahrungen verarbeitet. Weil beim Schreiben immer wieder Erinnerungen hochkamen, brauchte er zur Fertigstellung drei Jahre. - © Andreas Frücht
„Verraten und verkauft" ist der Titel des Buches, in dem Siegfried Wolff seine DDR-Erfahrungen verarbeitet. Weil beim Schreiben immer wieder Erinnerungen hochkamen, brauchte er zur Fertigstellung drei Jahre. | © Andreas Frücht
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Gütersloher in der DDR in Haft: "Man wurde wegen Kleinigkeiten weggesperrt"

Ein Jahr lang war Siegfried Wolff in der DDR in Haft. Er wurde vom Westen freigekauft und aus der DDR abgeschoben. Zum 30. Jahrestag der Einheit spricht der 60-jährige Gütersloher über das Erlebte.

Oliver Herold

Herr Wolff, seit 30 Jahren ist Deutschland wieder ein Land, viele Menschen haben die DDR nie selbst kennen gelernt. Wenn Sie zurück denken an Ihr Leben im Sozialismus: Welches Bild erscheint vor Ihren Augen? SIEGFRIED WOLFF: Mein Geburts- und Elternhaus in unserer Siedlung am Stadtrand von Luckenwalde etwa 50 Kilometer vor Berlin. Dort hat trotz DDR ein großer Teil des Behütetseins meiner Kindheit und Jugend stattgefunden. War Ihr Elternhaus politisch? WOLFF: Nicht aktiv. Da aber meine Eltern bekennende Christen waren, reichte allein das für ein Politikum aus...

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