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Spielerisch Lernen in der Schule: Michel Martensen (8 Jahre) und Eleana Dangai (9) von der Grundschule Kattenstroth steuern mit Befehlen an einem Tablet einen Miniroboter. - © Andreas Frücht
Spielerisch Lernen in der Schule: Michel Martensen (8 Jahre) und Eleana Dangai (9) von der Grundschule Kattenstroth steuern mit Befehlen an einem Tablet einen Miniroboter. | © Andreas Frücht

Gütersloh Gütersloh auf dem Weg in die digitale Zukunft

Freitag stellten die Denklabore im Theater ihre Zwischenergebnisse vor

Oliver Herold
09.11.2019 | Stand 09.11.2019, 10:21 Uhr

Gütersloh. Die mehr als 400 Anmeldungen im Vorfeld dürften Beweis dafür sein, dass der von Bürgermeister Henning Schulz 2018 ausgerufene „Digitale Aufbruch" kräftig an Fahrt aufgenommen hat und auf großes Interesse stößt. Das „Digitale Forum", das Freitagnachmittag im Theater unter dem Titel „Können Sie Zukunft? – Lebenslanges Lernen im digitalen Zeitalter" stattfand, erlaubte den Gästen einen ersten Eindruck, wohin die Reise führen könnte. Dafür präsentierten zunächst einmal die fünf Denklabore, die sich seit einem Jahr unterschiedlichen Themenfeldern widmen, ihre Halbzeitergebnisse. Egal ob „Zukunft der Arbeit", „Nachhaltige Lebenswelten", „Neue Digitale Öffentlichkeit", „Vernetzte Mobilität" oder „Bildung und Kultur" – sie alle haben zum Ziel, Lösungen zu entwickeln, die der fortschreitenden Digitalisierung gerecht werden. Lebenslanges Lernen, um sich kritisch mit diesen Prozessen auseinandersetzen zu können, ist hierbei unumgänglich. Teilhabe verbindet alle Denklabore „Das, was alle Denklabore verbindet, ist der Gedanke der Teilhabe", erläuterte Katja Giese, die als eine von mehreren Stadtexperten vor Ort über den aktuellen Stand informierte. Es sei wichtig, dass in der digitalen Welt alle Menschen partizipieren und niemand ausgeschlossen werde. „Wohin der Weg führen wird, kann allerdings noch niemand sagen." Um den digitalen Aufbruch nicht nur Experten zu überlassen, gibt es hierbei eine Bürgerbeteiligung, ein laut Stadtpressesprecherin Susanne Zimmermann „in Deutschland ziemlich einzigartiger Prozess". Schließlich gehe es darum, bis 2020 Projekte zu entwickeln, die für eine Landes- oder Bundesförderung in Frage kommen. Darüber hinaus erläuterten fünf hochkarätige Impulsgeber ihre Sicht auf und ihre Erfahrung mit der Digitalisierung. Schulrätin Anke Tästensen beispielsweise gewährte einen Einblick auf die dänische Perspektive des Lebenslangen Lernens im digitalen Zeitalter, Katharina Zweig, Professorin für Sozioinformatik an der Technischen Universität Kaiserslautern ging der Frage nach, was die Künstliche Intelligenz vom Menschen lernen kann und Blogger Christian Brandes alias Schlecky Silberstein erläuterte, wie man sich Wissen über das Internet beschaffen kann.

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