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Klimaaktivist Stefan Schneidt fordert, dass privates Böllern an Silvester in Gütersloh verboten wird. - © Symbolfoto/Pixabay
Klimaaktivist Stefan Schneidt fordert, dass privates Böllern an Silvester in Gütersloh verboten wird. | © Symbolfoto/Pixabay

Gütersloh Zu starker Eingriff? Diskussion um Verbot von Silvesterfeuerwerk

Die CDU hält nichts von dem Antrag von Fridays for Future-Aktivist Stefan Schneidt. Am Montag wird er im Hauptausschuss diskutiert.

08.11.2019 | Stand 08.11.2019, 14:03 Uhr

Gütersloh. Die CDU-Fraktion im Stadtrat spricht sich gegen ein Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk aus. „Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern nicht vorschreiben, wie sie die Silvesternacht zu feiern haben", wird der CDU-Fraktionsvorsitzende Heiner Kollmeyer in einer Pressemitteilung zitiert. Hintergrund ist ein Bürgerantrag auf ein Feuerwerksverbot im Hauptausschuss am kommenden Montag. Die CDU hatte im September dem Verzicht auf gasgefüllte Luftballons auf städtischen Veranstaltungen zugestimmt. „Das war eine richtige Entscheidung, die im Zusammenhang mit den EU-Regelungen zur Reduzierung des Plastikmülls stand. "Zu starker Eingriff in die Privatrechte" Die Stadt Gütersloh hatte damit eine vielbeachtete Vorreiterrolle eingenommen", so der Fraktionsvorsitzende. „Dabei ging es allerdings um öffentliche Veranstaltungen und städtisches Gelände. Ein Verbot von Silvesterfeuerwerk halten wir jedoch für einen zu starken Eingriff in die Privatrechte, auch wenn uns die Thematik der Feinstaubbelastung sehr wohl bewusst ist." Die CDU setzt beim Feuerwerk vielmehr auf die Eigenverantwortung der Bürger. „Wir trauen es den Güterslohern zu, dass sie selbst entscheiden können, in welchem Ausmaß Feuerwerk heutzutage akzeptabel ist", so Kollmeyer. Aus Sicht der CDU wäre bereits eine deutliche Reduzierung ein großer Fortschritt, auch unter dem Gesichtspunkt von Müllvermeidung im öffentlichen Raum. Viel Zustimmung von den Bürgern Bei vielen NW-Lesern traf Schneidts Vorschlag hingegen auf große Zustimmung. Vor allem der Umwelt und der Tiere zuliebe, sei es wünschenswert, Böllern an Silvester zu verbieten, hieß es in vielen Zuschriften, die die Redaktion erreichten. "Diese Tradition ist klimatechnisch eine Katastrophe und passt ganz und gar nicht mehr in unsere Zeit", kommentierte etwa eine Leserin.

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