0
Bei einer Sperrung des Hansmertenweg würde eine komplette Siedlung gezwungen, erhebliche Umwege zu fahren. - © CDU Avenwedde-Friedrichsdorf
Bei einer Sperrung des Hansmertenweg würde eine komplette Siedlung gezwungen, erhebliche Umwege zu fahren. | © CDU Avenwedde-Friedrichsdorf

Gütersloh Sperrung oder nicht? Diese Straße in Gütersloh entzweit die Anwohner

Für den Hansmertenweg in Avenwedde-Bahnhof liegen zwei gegensätzliche Bürgereingaben vor - die einen fordern die Sperrung, die anderen sind dagegen.

Ludger Osterkamp
09.11.2019 | Stand 09.11.2019, 10:27 Uhr

Gütersloh. Um den Hansmertenweg in Avenwedde-Bahnhof entspannt sich ein Interessenkonflikt. Während eine Anwohnerinitiative auf eine hohe Verkehrsbelastung hinweist und schon seit längerem die Sperrung fordert, liegt der Stadt nun eine Eingabe von Bürgern vor, eben diese Sperrung zu verhindern. Bei einer Sperrung würde eine komplette Siedlung gezwungen, erhebliche Umwege zu fahren, heißt es in der Eingabe. Das belaste die Umwelt. Außerdem habe die Stadt bislang lediglich Verkehrszahlen gemessen, aber keine weitere Anstrengung unternommen, den Verkehr zu verringern. Sie könne Bodenwellen einbauen, Betonkübel aufstellen und häufiger Strafzettel verteilen an Menschen, die die Anliegerstraße illegal nutzen oder ihre Fahrzeuge dort parken. Teilweise würden sogar Campingwagen dauerhaft abgestellt. Manche stellen sogar ihren Campingwagen dort ab Auch habe es die Stadt bislang versäumt, die Mitarbeiter der ortsansässigen Firmen sowie die Anwohner im Akazienweg und in der Straße Zum Kiwit zu sensibilisieren. Viele von denen wüssten gar nicht, dass der Hansmertenweg eine Anliegerstraße sei und produzierten unnötigen Verkehr. Eine Vollsperrung des Weges aber sei ein "Akt der Provokation". Die schon seit längerem tätige Anwohnerinitiative fordert hingegen, den Hansmertenweg "an verkehrstechnisch sinnvoller Stelle" zu sperren - zum Beispiel in Höhe Einmündung Röhrheide. Die Anwohner litten unter dem hohen Durchgangs- und Umgehungsverkehr. Die Stadt hat ein zweites Mal den Verkehr gezählt Die Forderung der Initiative findet nach Angaben des CDU-Ortsverbandes inzwischen auch die Unterstützung der Stadt. Nach erneuter Verkehrszählung halte sie die Sperrung für sinnvoll. Die CDU erhofft sich davon zugleich eine Entlastung der Isselhorster Straße in der Ortsdurchfahrt. Ob die anderen Ratsfraktionen das ähnlich sehen, wird sich womöglich in einer Sitzung kommenden Montag zeigen - dort stehen die beiden gegensätzlichen Eingaben auf der Tagesordnung. Die Stadtverwaltung findet freilich, sie könne das selbst, ohne Gremienbeschluss, entscheiden.

realisiert durch evolver group