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Als erstes wurde der Postdamm in Gütersloh zur Fahrradstraße erklärt. - © picture alliance
Als erstes wurde der Postdamm in Gütersloh zur Fahrradstraße erklärt. | © picture alliance

Gütersloh Wird der Nottebrocksweg die nächste Fahrradstraße in Gütersloh?

Der Bürgerverein Blankenhagen legt einen Antrag vor, die Straße Richtung Marienfeld umzuwidmen. Die Strecke sei ruhig, sicher und seit dem Abzug der Briten weitgehend autofrei.

Ludger Osterkamp
06.09.2019 | Stand 05.09.2019, 19:44 Uhr

Gütersloh. Nach Vorbild des Postdamms soll auch der Nottebrocksweg als Fahrradstraße ausgewiesen werden. Diesen Antrag hat jetzt der Bürgerverein Blankenhagen gestellt. Für Radfahrer, die zwischen Marienfeld/Harsewinkel und Blankenhagen/Gütersloh pendeln, sei der Nottebrocksweg eine gute Alternative zur B 513, sagt Vereinsvorsitzende Ursula Höffer. Seit dem Abzug der britischen Streitkräfte sei die Verbindung deutlich verkehrsämer, so Höffer. Den Radfahrern sei es möglich, auf einen ruhigen, grünen Trasse zwischen den Orten zu pendeln. In Absprache mit der Nachbargemeinde Harsewinkel halte der Verein einen Verlauf über Nottebrocksweg und der Straße Oester für realistisch und ideal. Es gebe nur wenige Häuser entlang der Strecke. Trasse ist nur einen Kilometer länger als entlang der B 513 In seinem Antrag schreibt der Verein, dass in Zeiten des Klimawandels und des nötigen Umdenkens ein solcher Schritt richtig sei. Aktuell werde viel über eine Verbesserung des Alltagsradwegenetzes gesprochen - hier sei das leicht per Umwidmung möglich. Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Reinhard Welpmann sagt, entlang der B 513 sei die Strecke vom Bahnhof Harsewinkel bis zum Bahnhof Gütersloh 13 Kilometer lang, bei einer Wegeführung über Oester, Nottebrocksweg und Brockhäger Straße mit 14,1 Kilometer nur unwesentlich mehr. Die Strecke führt an zwei TWE-Bahnhöfen vorbei Ein weiterer Vorteil sei die Anbindung an überregionale, ausgeschilderte Radwege und eine sinnvolle Ergänzung zur Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der TWE-Trasse: Die Fahrradstraße führe nahe an den geplanten Bahnhöfen Marienfeld und Blankenhagen vorbei. Entscheiden über diesen Antrag werden die Fraktionen im Planungsausschuss. Erst vorgestern hatte das Gremium die Ausweisung der Achse Park-/Dalkestraße als zweite Gütersloher Fahrradstraße ab 13. September zustimmend zur Kenntnis genommen. Sie folgten auch einem Antrag der CDU, eine Verlängerung dieser Achse über untere Berliner, Münster- und Hohenzollernstraße zu prüfen. Die Grünen erinnerten daran, dass sie vor geraumer Zeit einen Fahrradstraßenring rund um die Innenstadt angeregt hatten.

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