Gütersloh Mit Bildergalerie: Streetfood-Festival lockt Tausende in das Gütersloher Parkbad

Trotz des Dauerregens futtern sich die Besucher durch Langos, Churros und Burger und tanzen zu Rap, Hip Hop und Raggae

Jens Dünhölter
14.07.2019 | Stand 14.07.2019, 15:04 Uhr |

Gütersloh. Passend zum Dauerregen von oben wurde am Eröffnungs-Freitag nur Wassermelone und Wassereis serviert. Nach dem sich die dunklen Wolken am Samstag verzogen hatten, kam das dreitägige „Cheatday Streetfood-Festival im Gütersloher Parkbad dann aber richtig in Fahrt. Endlich konnten die Gummi-Stiefel gegen Flip-Flops getauscht werden. Nach dem Motto „vielleicht nicht unbedingt gesund, aber total lecker" futterten sich mehrere Tausend Besucher in der historischen Badeanstalt an insgesamt 20 Ständen durch eine von Langos, Churros, Teuto Burger, Hot Dogs, Creps, Beef Sandwiches, Sushi, Spätzle, Kartoffelwaffeln mit Pastrami bis zu Poffertje reichende Speisekarte. Der Samstag punktet mit dem "Umsonst und Draußen"-Fest Am Samstag gab es beim entspannten, dem Freiheitsgefühl am Wochenende fröhnenden „Umsonst und Draußen"-Fest dazu noch Musik. Aus Anlass der Präsentation seiner neuesten CD „Family Guy" hatte DJ FabKush insgesamt 20 Rapper, Hip-Hoper, Reggae-Künstler aus über 15 Formationen sowie fast zwei Dutzend Graffiti-Künstler zusammen getrommt, „um Kultur an diesem besonderen Ort zu reflektieren", wie er erklärte. Hinter dem Pseudonym „Fab Kush" verbirgt sich der Rietberger Musik-Veranstaltungs-Manager Fabian Kusch. Das Zusammentreffen zweier unterschiedlicher Genres wie Reggae auf der Poolbühne und Hip Hop auf der Hauptbühne auf dem Rasen sei nichts ungewöhnliches, befand „FabKush": „Hip Hop hat viel Reggae-Elemente". Außerdem hätte er, „einfach viele coole Musiker eingeladen, mit denen ich in meiner Karriere schon zusammen gearbeitet habe". Die Verbindung zum Parkbad und Pächter Franz Füchtenschnieder hatte sich vor zwei, drei Jahren bei einem Benefiz-Konzert zugunsten des Hambacher Forstes im Gütersloher Naturbad ergeben. Als in diesem Jahr die beiden Jubiläen „100 Jahre Baukunst" mit „100 Jahren Parkbad" zusammentrafen, waren die Kontakte schnell wieder geknüpft. Manche der Künstler waren beim Zusammentreffen von Street Art, Street Food und Street Musik sogar gleich zweimal im Einsatz. So beteiligte sich der international bekannte abendliche Haupt-Akteur DJ Mikro Machine aus Hamburg auch an der künstlerischen Gestaltung der eigens aufgestellten Graffiti-Wand. Aus Vorsicht vor den auch am Samstag Abend drohenden Regenwolken kam „Reggae trifft Hip Hop" nicht gänzlich ohne Kompromisse aus. Vorsichtshalber wurde der auf dem Drei-Meter-Turm am Beckenrand geplante Auftritt von DJ Mikro Machine unter die wetterfeste Plane der großen Wiesenbühne verlegt. Auch die Möglichkeit, im nur knietiefen Wasser beim Tanzen die Beine zu schwingen, nahmen aufgrund der Temperaturen nur die Allerhärtesten in Anspruch.

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