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Fast jede zweite Frau im Kreis Gütersloh lebt von ihrer eigenen Erwerbstätigkeit. - © Pixabay
Fast jede zweite Frau im Kreis Gütersloh lebt von ihrer eigenen Erwerbstätigkeit. | © Pixabay

Gütersloh Immer mehr Frauen im Kreis Gütersloh leben von ihrer eigenen Arbeit

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand jetzt vorliegender Ergebnisse des Mikrozensus mitteilt, steigt in ganz NRW die Beschäftigungsquote der Frauen

Jemima Wittig
12.07.2019 | Stand 12.07.2019, 20:12 Uhr

Gütersloh. Immer mehr Frauen im Kreis Gütersloh gehen arbeiten. Das zeigen jetzt die Ergebnisse des Mikrozensus, die das Statistischen Landesamtes Information und Technik in Nordrhein-Westfalen in dieser Woche veröffentlichte. So waren 2018 mit 42,7 Prozent zehn Prozent mehr Frauen als noch zehn Jahre zuvor erwerbstätig. Dementsprechend geht auch der Anteil der Frauen, die von den Einkünften von Angehörigen leben um fast zehn Prozent zurück von 41 auf 32,8 Prozent. Damit gleichen sich die Frauen den Männern an, ein Gleichstand ist aber noch nicht erreicht. Denn mit 55,6 Prozent bestreitet mehr als jeder zweite Mann im Kreis seinen Lebensunterhalt durch seine Erwerbstätigkeit. Dafür gab es bei den Männern aber keinen so starken Anstieg in den vergangenen zehn Jahren. 2008 arbeiteten lediglich zwei Prozent weniger. Auffällig ist der Vergleich mit Bielefeld: Dort arbeiten prozentual nicht nur weniger Frauen, der Anstieg im Vergleich mit 2008 ist auch nicht so groß wie im Kreis Gütersloh. So arbeiteten im vergangenen Jahr von den 167.000 Bielefelderinnen lediglich 38,8 Prozent. 2008 waren es nur 2,5 Prozent weniger. NRW-weit ist der Anstieg nicht so groß wie im Kreis Gütersloh Auch NRW-weit war der Anstieg nicht so groß wie im Kreis Gütersloh. Im Jahr 2018 bestritten 7,9 Millionen Menschen in NRW ihren Lebensunterhalt überwiegend aus eigener Erwerbstätigkeit. Während die Hälfte der männlichen Bevölkerung (50,1 Prozent und damit ein Plus von 2,1 Prozent) arbeitete, lag der Anteil der weiblichen Bevölkerung bei 39,3 Prozent (Plus von 7,3 Prozent). Gleichzeitig lebten 30,4 Prozent der weiblichen Bevölkerung und 20,7 der männlichen Bevölkerung überwiegend von Einkünften Angehöriger. Damit lebten 4,5 Millionen Personen (25,6 Prozent) überwiegend von Einkünften Angehöriger, also von Eltern, Partnern oder sonstigen Angehörigen. Für 3,7 Millionen Menschen (20,8 Prozent) der nordrhein-westfälischen Bevölkerung stellten Renten oder Pensionen die Haupteinkommensquelle dar. Der Anteil der Personen, die den eigenen Lebensunterhalt überwiegend aus öffentlichen Leistungen bestreiten musste, lag im Jahr 2018 mit 1,45 Millionen Personen bei 8,2 Prozent. Den höchsten Anteil, der überwiegend von eigener Erwerbstätigkeit Lebenden hatte Münster (50,5 Prozent), den niedrigsten Gelsenkirchen (36,4 Prozent). Im Kreis Steinfurt lag dagegen der Anteil der Personen, die ihren Lebensunterhalt überwiegend von den Einnahmen Angehöriger bestritten mit 30,2 Prozent am höchsten. Am kleinsten war dieser Anteil mit 21,3 Prozent in Krefeld.

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