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Kinder müssen auch mal entspannen - Erlebnisse außerhalb der Schule sind für für Kinder wichtig, meint die Kreiselternschaft. - © Pixabay
Kinder müssen auch mal entspannen - Erlebnisse außerhalb der Schule sind für für Kinder wichtig, meint die Kreiselternschaft. | © Pixabay

Gütersloh Gütersloher Kreisschulpflegschaft verrät, wie Lernen in den Ferien gut geht

Edith Mathmann, Vorsitzende der Kreisschulpflegschaft Gütersloh, rät von zuviel Lernen in der unterrichtsfreien Zeit ab. Und sie hat ein paar gute Tipps für einen guten Ferienstart

Anja Hustert
13.07.2019 | Stand 13.07.2019, 11:46 Uhr

Gütersloh. Ferien sind zum Erholen da? Nicht immer: "Die Mehrheit der Schüler lernt auch in den Ferien, wenn auch nur sporadisch", weiß Edith Mathmann, Vorsitzende der Kreisschulpflegschaft Gütersloh. Der allgemeine Lern- und Leistungsdruck, der persönliche Anspruch, und die Erwartungen der Eltern würden eine Rolle spielen, ob das Kind in der Zeit dann auch noch für Nachhilfe angemeldet werde. "Dabei möchten Eltern nur das Beste für ihr Kind", meint Mathmann. "Wenn in den Ferien gelernt werden muss, dann begrenzt und in einem gemeinsam abgestimmten Fahrplan mit dem Kind", sagt sie. Aus Sicht der Kreisschulpflegschaft seien vier Lernstunden in den letzten zwei bis drei Ferienwochen vertretbar. "Das Kind für spezielle Ferienkurse anzumelden, um versäumte Unterrichtsinhalte in den Ferien nachzuholen, Wissenslücken zu schließen oder sich für Nachprüfungen zur Versetzung in die nächste Klasse vorzubereiten, kann nur eine Ausnahme sein", meint die Interessenvertreterin der Elternschaft. "Allein der Gedanke, ob es Sinn macht, die Nachhilfe zur Vorbereitung für das nächste Schuljahr zu nutzen, kann in manchen Familien in Stress ausarten. Zumal es auch in den meisten Fällen Kosten verursacht, die einkalkuliert werden", gibt Mathmann zu bedenken. E-Learning erfreut sich wachsender Beliebtheit Digitale Medien, das Lernen mit der Lernsoftware oder auch über eine App würden sich wachsender Beliebtheit erfreuen, denn viele fühlten sich durch das E-Lerning motiviert. " Sich gemeinsam mit dem Kind an neue interaktive und kindgerechte Lernapps zu wagen und darüber zu sprechen, macht in einem begrenzten Zeitraum Sinn. Die Belastungsgrenzen sollten ganz allgemein, ob im Matheübungsheft oder E-Lerning nicht zu hoch sein", sagt die Kreisschulpflegschafts-Vorsitzende. Das Kind solle seine Freude am Lernen aufbauen oder erhalten. Das Lernlevel solle nicht zu hoch und erreichbar sein. Im Anschluss sollte eine ausreichende Erholungsphase, gemeinsame angenehme Unternehmungen oder Interessantes folgen. "Im Schulalltag muss es oft schnell gehen. Da bleibt kaum Zeit für gemeinsame Unternehmungen", sagt Mathmann Freie Zeit in den Ferien sei für Kinder wichtig, betont die Mutter aus Herzebrock-Clarholz. Sie wollten einfach auch mal ausschlafen und bräuchten Erholungszeiten. Die längere freie Zeit diene der Stärkung von Körper und Seele und einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung. Zu Beginn eine Liste für das neue Schuljahr Zum Ferienstart und Ende hat Edith Mathmann dann auch noch ganz konkrete Tipps: "Eine Aufgabe zu Beginn der Ferien kann lauten, den Tornister auszupacken, einige Utensilien zu säubern und auszusortieren, eine Liste anzufertigen, was für das neue Schuljahr benötigt wird oder was man sich vorgenommen hat, zu ändern. Die letzten Tage der Ferien können für ein schrittweises früheres Aufstehen genutzt werden, damit das Kind nicht mit allzu großen Problemen am ersten Schultag aus dem Bett kommt. Eine Checkliste der Besorgungen kann überprüft werden. Sind die Stifte angespitzt und das Etui vollständig? Was brauche ich noch? Und: Habe ich den Wecker gestellt?"

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