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Blankenhagener Wahrzeichen: Reinhard Welpmann, Martin Gerhard (hinten von links), Fritz Stegen und Thomas Ostermann (vorn) vom Bürgerverein präsentieren stolz das neue Blankenhagen-Wappen. - © Anja Hustert
Blankenhagener Wahrzeichen: Reinhard Welpmann, Martin Gerhard (hinten von links), Fritz Stegen und Thomas Ostermann (vorn) vom Bürgerverein präsentieren stolz das neue Blankenhagen-Wappen. | © Anja Hustert

Gütersloh Gütersloher Stadtteil Blankenhagen stellt Wappenschilder auf

Neue Ortsschilder weisen kurz und knapp auf die Vorzüge des Ortsteils hin. Das nächste Projekt des Bürgervereins wird nun eine Jubiläumsfeier.

Anja Hustert
04.07.2019 | Stand 04.07.2019, 18:14 Uhr

Gütersloh. Spexard hat es, Kattenstroh und Sundern auch – jetzt zieht Blankenhagen nach: An zwölf Standorten sind ab sofort Wappenschilder des Stadtteils zu finden. In den Gütersloher Grundfarben blau und grün markieren sie gut sichtbar die Grenzen. Im oberen Drittel zieht sich in weißen Lettern der Schriftzug „Blankenhagen – seit 1222" quer über die Tafel. Damit wird auf die erste urkundliche Erwähnung Bezug genommen. „Bald können wir 800 Jahre feiern", sagt Reinhard Welpmann vom Bürgerverein, der jetzt mit Martin Gerhard die ersten Schilder anschraubte. Das untere Ende der Tafel steht ein weiterer Schriftzug: „stadtnah und grün". „Damitweisen wir auf die kurze Entfernung zum Gütersloher Stadtzentrum und auf die grüne Umgebung Blankenhagens hin", erläutert Welpmann die Tafel. Die verschiedenen Grüntöne auf der Tafel stünden für den Wald und die vielen Wiesen ringsum, die beiden blauen Linien für die Lutter und den Schlangenbach. Und das rote Rad symbolisiert das Gütersloher Wagenrad oder das Blankenhagener Mühlrad. Die Idee dazu kam bei der Schnatfahrt Die Idee zu dem identitätsstiftenden Wappen kam dem Bürgerverein bei seiner Schnatfahrt mit Ulrich Paschke. „Viele wussten gar nicht, dass sie in Blankenhagen wohnen", erzählt Welpmann schmunzelnd. So wie Thomas Ostermann. „Ich dachte immer, ich wohne Nordhorn II", erzählt der SPD-Fraktionsvorsitzende, der zuschaute, wie in seiner Nachbarschaft am Postdamm eines der ersten Blankenhagen-Wappen aufgehängt wurde. Auch an der Holler Straße und an der Kahlertstraße ist die Ortsgrenze des Stadtteils markiert. „Diese Schilder hat die Stadt bereits aufgestellt – das hat dort versicherungstechnische Gründe", erzählt Welpmann. Die übrigen Schilder organisiert der Bürgerverein jedoch in Eigenregie – lediglich die Haltestangen mit Betonfundament gab’s von der Stadt. "Als kleine Entschädigung, weil das mit der Genehmigung doch recht lange gedauert hat", vermutet Welpmann. Im Dezember 2017 hatte der Bürgerverein die Idee der Öffentlichkeit vorgestellt, im Januar die Aufstellung der Wappenschilder beantragt. "Im Oktober 2018 habe ich die schrifltiche Genehmigung erhalten", so das Bürgervereins-Mitglied. Vor drei Wochen hätten sie sich die geplanten Standorte dann noch einmal angeschaut und mit Anliegern gesprochen. Finanziert werden die Schilder durch Spenden Die Kosten für die Aluminiumblech-Wappen von 2.600 Euro hat der Verein durch Spenden zusammen bekommen. Der Ehrenvorsitzende der CDA, Heinrich Krümpelmann, war von der Idee des Bürgervereins so angetan, dass er einen Teil des Geldes zur Verfügung gestellt hat, ebenso die Sparkasse und die Volksbank. Nun hofft der Bürgerverein, dass die Schilder nicht irgendwelchen Vandalen zum Opfer fallen. „Hier am Postdamm kann Herr Ostermann ja ein Auge darauf haben", sagt Welpmann.

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