Die Flüchtlingsunterkünfte an der Holzheide in Gütersloh. - © Archivfoto/Patrick Menzel
Die Flüchtlingsunterkünfte an der Holzheide in Gütersloh. | © Archivfoto/Patrick Menzel

Gütersloh Weniger Flüchtlinge leben in städtischen Unterkünften in Gütersloh

Am Ende des ersten Quartals waren 143 Personen ausreisepflichtig

Gütersloh. Die Zahl der Flüchtlinge in städtischen Unterkünften hat sich im Laufe des vergangenen Jahres um gut 100 reduziert. Sie lag am Ende des ersten Quartals 2019 bei 891 (2018: 1.004), wie Sozialdezernent Henning Matthes vor dem Hauptausschuss berichtete. Das ist zugleich der niedrigste Stand in der Zeit seit 2016. Demgegenüber hat sich in den vergangenen vier Jahren den Angaben zufolge die Gesamtzahl der zugewiesenen Flüchtlinge von 2.098 auf 2.656 erhöht. Zum 31. März befanden sich 423 Personen im laufenden Asylverfahren. Abschiebungen scheitern an Passersatzpapieren 143 Personen waren ausreisepflichtig; sie sind bislang aber nicht freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt und auch nicht abgeschoben worden. Wie berichtet, scheitern Abschiebungen vor allem an fehlenden Passersatzpapieren. Die meisten Flüchtlinge sind im Gegensatz zu 2016 als solche offiziell anerkannt. Laut Matthes waren es 2016 mit 1.095 Personen nur die Hälfte der zugewiesenen Personen, heute sind es fast doppelt so viele, nämlich 2.090. Weniger unbegleitete minderjährige Flüchtlinge Das hat auch dazu geführt, dass sich die Anzahl der Menschen, die Sozialleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, um etwa 50 Prozent reduziert hat, von 1.006 auf 577. Laut Matthes beziehen viele inzwischen Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (Hartz IV). Gesunken ist zudem die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (47). Vor zwei Jahren, im Frühjahr 2017, lag sie mit 71 Jugendlichen am höchsten.

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