Reiner Schenke (v.l.), Betriebsleiter David Dercho, Architekt Andreas Grube und Janik Schenke. - © Andreas Frücht
Reiner Schenke (v.l.), Betriebsleiter David Dercho, Architekt Andreas Grube und Janik Schenke. | © Andreas Frücht

Gütersloh Gütersloher Schenkenhof eröffnet bald die neue Außengastronomie

Im neuen Ausflugslokal an der B 61 eröffnet in wenigen Wochen die Außengastronomie. Sie bietet bis zu 600 Plätze und eine Bühne – Plattform für das neue Format „Freitag 20“

Ludger Osterkamp
18.04.2019 | Stand 17.04.2019, 19:01 Uhr

Gütersloh. Erst zu „Freitag 18", und was dann? Gütersloher, die bislang keine Idee hatten, wie sie das Einläuten des Wochenendes angenehm nachklingen lassen, können demnächst vom Dreiecksplatz zur B 61 pilgern. Dort, an der Stadtgrenze zu Bielefeld, wartet eine neue Station auf sie: „Freitag 20" im Schenkenhof. Jeden Freitag, um 20 Uhr und 20 Abende lang, erklingt im neuen Biergarten des neuen Ausflugslokals Livemusik. „Wir sind zuversichtlich, dass dieses neue Format funktionieren wird", sagt Lebensmittelunternehmer und Neugastronom Reiner Schenke. Die Organisation liegt in den Händen des Teams Dreiecksplatz – so kommt man sich nicht ins Gehege, sondern ergänzt sich vielmehr. Ausnahmen nicht ganz ausgeschlossen, wird der Schenkenhof ein eigenständiges Programm anbieten; zum Start der Reihe am 11. Mai tritt Jay Minor mit der Band Nexus auf. Sie finden eine fertige Bühne vor. Bemerkenswerte Anlage Dieses Datum markiert zugleich die Eröffnung des Biergartens. Es wird eine bemerkenswerte Anlage. Orientiert an den alten Plänen um 1930, belebt sie die Gartenwirtschaft des Gasthauses Upmann aus vergangenen Jahrzehnten neu; jene Wirtschaft, in der die Gütersloher tanzten, Konzerte hörten, sich vergnügten, unter Bäumen rasteten, Hochzeiten und Schützenfeste feierten. Die Anlage hat viel ihres alten Charmes zurückgewonnen: Die begrünten Lauben, seinerzeit beliebt bei den Pärchen, der zentrale Rasen, nun mit Kieselsteinen belegt, der prägnante Brunnen, nach historischem Vorbild wieder aufgebaut – all das dürfte eher an den historischen, gestalteten Park denn an eine platz- und nutzenoptimierte Ansammlung von Biertischen erinnern. Dass es lauschig wird, die Besucher das Gefühl einer in sich stimmigen Anlage gewinnen, dazu trägt die lange, vier Meter hohe Gabionenwand zur Bundesstraße bei. Um Holzelemente ergänzt und mit Grün berankt, zieht sie sich über eine Länge von 60 Metern die Straße entlang und schirmt die Gäste von Lärm und dem Anblick von Autos ab. Bis zu 600 Gäste finden Platz Bis zu 600 Gäste, so Schenke, werden in dem Biergarten Platz finden – 70 auf der Terrasse direkt am Schenkenhof, 180 im gekiesten Innenbereich rund um den Brunnen, 250 bis 300 auf den Grasflächen unter den 43 gestutzten, bald neu austreibenden Linden. „Wir planen den Betrieb als Ganzjahres-Außengastronomie", sagt Janik Schenke, 365 Tage im Jahr. Die großen Schirme taugen als Sonnenschutz, für die kälteren Tage sind sie mit Wärmelampen versehen. „Im Winter werden wir bestimmt mal Glühwein servieren", kündigt Janik Schenke an, auch eine Ski-Party sei mal drin. Der Schenkenhof setzt auf seine gute Erreichbarkeit, seine Nähe zu Bielefeld, auf Fahrradausflügler, seinen Parkplatz und seine Abstellfläche für bis zu 200 Räder samt E-Bike-Ladesäulen. Versorgt werden die Biergartengäste über eine Station in Selbstbedienung. Ursprünglich als Kiosk geplant, ist sie zu einem Gebäude stattlicher Größe von 300 Quadratmetern Nutzfläche gewachsen. Grillstation, Kühl- und Lagerräume, sanitäre Anlagen, zwei Statt Leberkäse und Radi gibt es westfälische „Hofbratwurst" Ausgabetresen – die Schenkes und ihr Architekt Andreas Grube haben so einiges in dem knallrot gestrichenen Holzrahmenbau untergebracht. „Die Farbe ist mutig, aber im Kontrast zur grünen Lärmschutzwand und zum hellen Kiesschotter setzt sie einen guten Akzent", sagt Grube. Geleitet wird die Außengastronomie von dem 25-jährigen David Dercho – er ist von Anfang an beim Schenkenhof dabei. Obwohl das Selbstbedienungskonzept bayerisch anmutet: Dercho und sein Team werden nicht etwa Leberkäse und Radi, sondern westfälische Spezialitäten ausgeben: Regionale Wurst, Burger, Salate, Ofenkartoffeln, Beilagen, Fritten, ferner Milchprodukte, Eierspeisen und einiges mehr. Zu trinken gibt es Grevensteiner hell, Veltins, Maisels, verschiedene Biere einer Craft-Brauerei aus Münster und natürlich Wein und Nicht-Alkoholisches. Auf Plastik und Pappe wollen die Schenkes verzichten. Baustellenfest am 1. Mai Damit auch Kinder auf ihre Kosten kommen, wird für sie ein aus Sicherheitsgründen nochmals eingezäunter Naturspielplatz angelegt; die sechs Geräte, darunter zwei Kletterturmkombinationen, sprechen verschiedene Altersstufen an, so Janik Schenke. Noch vor der offiziellen Eröffnung lädt der Schenkenhof am 1. Mai zum Baustellenfest mit Grill und Getränkewagen ein. Alle, die auf „Freitag 20" gespannt sind, erwartet dann schon mal ein Vorgeschmack: Die „Dizzy Dudes" heizen ein.

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