Ralph Brinkhaus (l.) mit Armin Laschet. - © Andreas Frücht
Ralph Brinkhaus (l.) mit Armin Laschet. | © Andreas Frücht

Gütersloh NRW-Ministerpräsident Armin Laschet spricht in Gütersloh

Armin Laschet eröffnet beim Kreisparteitag der CDU in Gütersloh den Wahlkampf. Der Dank an den scheidenden Kreisvorsitzenden Ralph Brinkhaus ist nur ein Grund für ihn, in die Dalkestadt zu kommen.

Anja Hustert
26.03.2019 | Stand 26.03.2019, 12:33 Uhr

Kreis Gütersloh. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Von 236 anwesenden CDU-Mitgliedern stimmten 231 dafür, dass Raphael Tigges zukünftig den CDU-Kreisverband führt. Der 45-jährige Landtagsabgeordnete übernimmt dieses Amt von Ralph Brinkhaus (50), der als neuer Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag in Berlin alle Hände voll zu tun hat. „Ich bin hier, um Ralph Brinkhaus für seine zehnjährige Tätigkeit als Kreisvorsitzender zu danken", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der dafür in die Stadthalle Gütersloh gekommen war. Laschet kam direkt aus Berlin, wo CDU und CSU ihr gemeinsames Wahlprogramm für die Europawahl beschlossen hatten. „In weniger als 60 Tagen ist Europawahl", rief Armin Laschet seinen Parteifreunden zu – für ihn sei der Wahlkampf nun eröffnet, sagte er. „CDU und CSU stehen so eng zusammen wie noch nie", meinte der Ministerpräsident. Er rief dazu auf, für die Europawahl zu werben, um mit einer hohen Wahlbeteiligung die demokratischen Parteien zu stärken. "Man sollte ab und zu auch beim ersten Mann des Landes zu Besuch sein" Birgit Ernst aus Werther, die OWL-Spitzenkandidatin der CDU für den Europawahlkampf, sei ein weiterer Grund für seinen Besuch in der Dalkestadt, so Laschet, der in seiner Rede insgesamt „fünf gute Gründe" anführte. „Man sollte ab und zu auch beim ersten Mann des Landes zu Besuch sein", meinte er weiter und zeigte dabei auf André Kuper, der als Landtagspräsident schließlich die „Eins" im Autokennzeichen habe. „Es ist auch immer gut, ins Powerhouse von Nordrhein-Westfalen zu kommen", nannte Laschet Grund Nummer vier für seine Anwesenheit. Hier in OWL, besonders im Kreis Gütersloh, seien die starken Familien mit viel Eigeninitiative. „Hier wollen die Unternehmen keine Subventionen, sie wollen nur in Ruhe gelassen werden", so Laschet. Wo drückt der Schuh? Und Grund Nummer fünf sei Raphael Tigges, der sich im Landtag schnell eingearbeitet habe und der nun bereit sei, den Kreisvorsitz zu übernehmen. „Das ist ein starker Vertreter, der in Düsseldorf für die Region kämpft", versicherte der Ministerpräsident. „Ralph Brinkhaus hat ein sehr gut bestelltes Feld in der Kreispartei hinterlassen", sagte Tigges in seiner Vorstellungsrede. Seit 1991 ist er in der Partei – Gerhard Feldhans habe ihn seinerzeit motiviert, erinnert er sich. Er sei aus dem vorpolitischen Raum gekommen, als Musiker und Posaunist im Jugendmusikkorps Avenwedde und engagiert in der Jugendarbeit bei Kolping. Diese Organisation in Vereinen und Verbänden neben der Parteiarbeit sei ein Pfund, das es weiter zu nutzen gelte, sagte er den Anwesenden. „Diese Nähe bringt uns den unschätzbaren Vorteil zu wissen, wo den Bürgern der Schuh drückt." Rund 3.700 Mitglieder im Kreis Gütersloh Raphael Tigges fand die richtigen Worte, seine Parteifreundinnen und -freunde zu motivieren. „Wir sind eine starke Partei, haben rund 3.700 Mitglieder im Kreis Gütersloh – mehr als alle anderen Parteien. Uns einen gemeinsame Werte und unser demokratisches Grundverständnis", sagte er und erntete Applaus. Auch Ralph Brinkhaus wurde für seinen Rückblick und seine Tätigkeit als langjähriger Kreisvorsitzender dankbar beklatscht. Er warb darum, nicht zurück, sondern in die Zukunft zu schauen. „Als ich zur Grundschule ging, stand in meinem Sachkundebuch noch, der Kreis Gütersloh habe 280.000 Einwohner. Jetzt sind es – Sven-Georg...? „368.713!" kam es wie aus der Pistole geschossen von Landrat Sven-Georg Adenauer. Eine Zahl, die neue Herausforderungen mit sich bringe, so Brinkhaus, der unter anderem an das Thema Werkvertragsarbeiter erinnerte, dem sich die CDU im Kreis nun annehme.

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