Die alten Eichen am Kuckucksweg wurden gefällt. - © Andreas Frücht
Die alten Eichen am Kuckucksweg wurden gefällt. | © Andreas Frücht

Gütersloh 100-jährige Eichen mussten in Gütersloh gefällt werden - aber warum eigentlich?

Die Grünen haken nach: Wodurch wurden die fünf mächtigen Eichen auf einem Baugrundstück in Friedrichsdorf geschädigt?

Gütersloh. Das Abholzen von fünf mächtigen Eichen auf einem Baugrundstück am Kuckucksweg in Friedrichsdorf Ende Februar hat nicht nur viele NW-Leser empört. In der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses gab es dazu auch eine ausführliche Nachfrage der Grünen, die jedoch so kurzfristig eingereicht worden war, dass die Verwaltung sie noch nicht beantworten konnte. Die Grünen wollen unter anderem wissen, aus welchem Grund die Eichen gefällt wurden, wodurch die Bäume geschädigt wurden und ob eine Genehmigung nach der Baumschutzsatzung beantragt wurde. Außerdem haben sich die Politiker den Bebauungsplan genauer angeschaut und fragen: „Ist es richtig, dass die Bäume im Bebauungsplan 116 C zum Erhalt festgesetzt sind (außerhalb des Baufeldes)? Sind die zum Erhalt festgesetzten Bäume im Bauantrag eingezeichnet? Wurde in der Baugenehmigung auf den Erhalt des Baumbestands verwiesen?" Weiterhin wollen die Grünen wissen, ob es zulässig ist, zum Erhalt festgesetzte Bäume zu fällen und wenn ja: mit welcher Begründung? „Wie soll verhindert werden, dass die noch auf dem Grundstück vorhandenen Bäume während der geplanten Baumaßnahme nicht weiter geschädigt werden?", geht es weiter. Zum Schluss beschäftigt sich der Fragenkatalog mit dem Spannungsfeld von Baurecht und Baumschutz: „Hält die Verwaltung es auch für erforderlich, zum Erhalt von schützenswertem Baumbestand das Verhältnis von Baurecht und Baumschutz neu zu regeln?" Antworten gibt es in der nächsten Sitzung am Montag, 8. April.

realisiert durch evolver group